Beikost: Ihr Baby vegan ernähren

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 18. Januar 2015

Wenn Sie Ihr Baby vegan ernähren möchten, müssen Sie darauf achten, dass Ihr Schatz alle wichtigen Nährstoffe erhält - notfalls durch künstlich angereicherte Lebensmittel.

Ausreichende Vitamin- und Mineralversorgung

Nach dem Abstillen baucht Ihr Kind verschiedene Vitamine, die in veganer Kost nicht oder zu wenig vorkommen. Das sind

  • Vitamin B 12: Geben Sie Ihrem Baby angereicherte Lebensmittel oder Supplements, die 1 Mikrogramm Vitamin B12 pro Tag liefern, um Störungen bei der Blutbildung und neurologische Missentwicklungen zu vermeiden.
  • Vitamin C: Geben Sie den Gemüsebreis immer zwei, drei Esslöffel Orangensaft bei, damit Ihr Baby genügend Vitamin C erhält. Es hilft, dass pflanzliches Eisen aus dem Darm besser ins Blut aufgenommen wird.
  • Vitamin D: Geben Sie Ihrem Baby weiterhin die Vitamin-D-Tropfen. Das ist wichtig für die Aufnahme von Kalzium und die Knochenbildung.
  • Eisen: Verwenden Sie spezielle mit Eisen angereicherte Getreideprodukte.

Achten Sie zusätzlich auf eine genügende Zufuhr von Kalzium, Zink, Jod, Vitamin B2 und der Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure.

All diese Nährstoffe sollten vornehmlich über künstlich angereicherte Lebensmittel oder via Supplemente / Tabletten dem Baby zugefügt werden, damit es sich richtig entwickeln kann.

Risiko von Nährstoffmangelzuständen

Weil Ihr Baby vor allem in den ersten Jahren sehr viel Nährstoffe braucht und selbst wenig speichern kann, raten verschiedene Experten von einer vegetarischen oder veganen Ernährung von Babys und Kleinkindern ab.

So ist die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin der Meinung, dass zwar eine ovo-laktovegetarische Ernährung (vegetarisch) im 1. Lebensjahr möglich ist, sofern die Lebensmittel richtig ausgewählt werden und auf eine gute Eisenversorgung des Baybs geachtet wird. Eine vegane Ernährung hingegen, also Babybreis rein pflanzlich, ohne Milch und Eier, verursache schwerwiegende Defizite in der Nährstoffversorgung des Babys und sei mit hohen Risiken für seine Entwicklung und Gesundheit verbunden, bis hin zu irreversiblen neurologischen Schäden.

Die Vegane Gesellschaft Schweiz rät nicht davon ab, sondern gibt folgende Tipps:

  • Vegane Beikost sollte eine hohe Energie- und Nährstoffdichte sowie einen niedrigen Ballaststoffanteil aufweisen.
  • Die Versorgung mit genügend Vitamin B 12 und Vitamin D sollte durch Supplemente und/oder angereicherte Lebensmittel sichergestellt werden.
  • Für eine ausreichende Eisenzufuhr sollten eisenreiche pflanzliche Lebensmittel, kombiniert mit Vitamin C-reichen Lebensmitteln, sowie mit Eisen angereicherte Produkte verwendet werden.
  • Die Beikost sollte ausreichend Kalzium, Zink, Jod, Vitamin B2 und Omega-3-Fettsäuren enthalten.
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Quellen:

  • Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ), Medienmitteilung Neue Trends in der Babykost?, Juni 2014, www.dgkj.de (Abrufdatum 27.11.2014)
  • Vegane Gesellschaft Schweiz, Vegane Kinderernährung, www.vegan.ch (Abrufdatum 27.11.2014)
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