Vorteile des Stillens für die Mami

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 12. Januar 2015

Stillen hat viele Vorteile: Von der Intensivierung der Mutter-Kind-Beziehung bis zur Förderung Ihrer Gesundheit und dem Vermindern von Brustkrebsrisiko.

Stillen hat sehr viele Vorteile für Sie als Mami:

1. Nahrung ist immer dabei

Sie haben die Nahrung für Ihr Baby immer dabei, in der richtigen Menge, wohltemperiert, trinkfertig und hygienisch einwandfrei.

2. Förderung der Mutter-Kind-Beziehung

stillen, gut für baby. fördert mami beziehungBeim Stillen wird die Mami-Kind-Beziehung gefördert. Es ist der Moment, mit dem Sie mit Ihrem Baby, das Sie neun Monate in sich getragen haben, nochmals harmonisch vereint sind.

Beim intensiven Körperkontakt werden körpereigene Opiaten und bemutterungsfördernden Hormonen, wie Oxytocin und Prolaktin, ausgeschüttet.

Die Wirkung von Oxytocin:

  • Die Interaktion zwischen Ihnen und Ihrem Baby wird verstärkt.
  • Ihre Ängstlichkeit wird reduziert
  • Sie werden ruhiger und fühlen sich weniger gestresst.

Die Wirkung von Prolaktin:

  • Ihre Ausdauer und Geduld wird erhöht.
  • Sie fühlen sich ruhiger und weniger gestresst.
  • Sie können leichter einschlafen.

3. Rascher zum Normalgewicht

Stillen braucht Energie. So hilft Ihnen das Stillen, rascher wieder Ihr Gewicht, das Sie vor der Schwangerschaft hatten, zu erreichen.

4. Förderung der Gesundheit

Durch das Saugen an den Brustwarzen wird mehr Oxytocin ausgeschüttet, das die Rückbildung Ihrer Gebärmutter fördert. Dadurch treten seltener Blutarmut und Infektionen auf.

Gleichzeitig nimmt der Wochenfluss rascher ab und das Anämierisiko sinkt.

5. Schutz vor postpartale Depression

Stillen gilt als Schutz vor postpartale Depression (PPD). Das ergab eine Studie der Jackson State University USA: Denn Muttermilch enthält Retinoide, Vitamin-A-verwandte Stoffe, die während der Schwangerschaft akkumuliert und über die Muttermilch dem Kind zur Verfügung gestellt werden.

Diese Retinoide haben einen Zusammenhang mit kognitiven Veränderungen und Gefühlsstörungen. Dazu gehört auch die Depression. Wenn Sie nun stillen, wird die Konzentration der Retinoide bei Ihnen reduziert und somit PPD verhindert.

Lesen Sie auch: Alternative Heilmittel gegen Depression


Artikel teilen:

Quellen:

  • Anderson KN et al. Breast Cancer Res Treat 2014;144:1-10
  • Howie PW, Forsyth JS, Ogston SA, Clark A, Florey CD, Protective effect of breast feeding against infection, Ninewells Hospital and Medical School, Dundee, BMJ. 1990 Jan 6;300(6716):11-6, www.ncbi.nlm.nih.gov (8.2013)
  • Susanne Jäger, Simone Jacobs, Janine Kröger, Andreas Fritsche, Anja Schienkiewitz, Diana Rubin, Heiner Boeing and Matthias B. Schulze: Breast-feeding and maternal risk of type 2 diabetes: a prospective study and meta-analysis. Diabetologia 2014; DOI 10.1007/s00125-014-3247-3, download.springer.com (5.5.2014)
  • Coutinho ACFP et al. Journal of Nursing (JNUOL) 2014;8:1213-20
  • Kotsopoulos J et al. Breast Cancer Res 2012;14:R42 [4]
  • Luan NN et al. Am J Clin Nutr 2013;98:1020-31
  • Marks LR, Clementi EA, Hakansson AP. Sensitization of Staphylococcus aureus to Methicillin and other antibiotics in vitro and in vivo in the presence of HAMLET. PLoS One 2013;8:e63158. www.ncbi.nlm.nih.gov (21.10.2013)
  • Mawson AR, Xueyuan W. Breastfeeding, retinoids, and postpartum depression: A new theory. J Affect Disord 2013;150:1129-35, www.ncbi.nlm.nih.gov (21.10.13)
  • Hemmelmayr A. Pädiatrie & Pädologie 2012;47:22-4
  • Still-Lexikon, Zsuzsa Bauer,2002-2008, www.still-lexikon.de (5.2013)