Vorteile des Stillens für das Baby

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 19. November 2017

Muttermilch ist optimal für ein Neugeborenes.

Schutz

  • Muttermilch enthält Antikörper, die Ihr Baby vor Infektionen schützen. Denn das Immunsystem Ihres Babys ist noch nicht ausgebildet.
  • Gestillte Kinder entwickeln nur halb so oft eine Allergie wie Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen wie eine Langzeitstudie zeigte.3 Mehr dazu So schützen Sie Ihr Baby vor Allergien
  • Stillen während der ersten 13 Wochen des Lebens verleiht Schutz gegen Magen-Darm-Erkrankung, die auch nach dem Stillen anhält. Und das unabhängig davon, ob in den 13 Wochen auch noch zusätzlich Schoppen gegeben wird oder nicht. Werden die Babys jedoch weniger als 13 Wochen gestillt, dann zeigten Sie dieselbe Anfälligkeit für Magen-Darm-Erkrankungen wie gar nicht gestillte Babys.
  • Stillen gibt auch einen gewissen Schutz vor chronischen Erkrankungen, die häufig erst im späteren Leben des Kindes auftreten, wie Zuckerkrankheit und Krebserkrankungen im Kindesalter, Morbus Crohn und Übergewicht. Solche statistisch signifikanten Zusammenhänge sind allerdings keine Garantie dafür, dass ein individuell gestilltes Kind nicht erkrankt.
  • Nach neusten Studien kann Stillen auch vor ADSH schützen.
  • Muttermilch kann gegen eine Antibiotika-Resistenz wirken. Forscher der Universität in Buffalo USA haben entdeckt, dass ein Eiweiss-Lipid-Komplex in der Muttermilch (HAMLET, engl.: human alpha-lactalbumin made lethal to tumor cells) resistente Bakterien dazu bringt, wieder auf Antibiotika zu reagieren, zum Beispiel auf Penizillin und Erythromyzin. Dieser Eiweisskomplex kann auch Tumorzellen und Bakterien zerstören, zum Beispiel jene, die die lebensgefährliche Pneumonia- oder Staphylokokken-Infektionen verursachen. 2

Allgemeine Vorteile

  • Beim Stillen fühlt Ihr Baby Ihre Nähe und erhält die nötige Geborgenheit, die es für ein unbeschwertes Wachstum braucht.
  • Studien haben gezeigt, dass bei ehemalig gestillten Kindern im Schulalter höhere Intelligenzquotienten festgestellt wurden. Auch die Hirne von gestillten Babys sind weiter entwickelt als jene von ungestillten.Lesen Sie mehr dazu unter Muttermilch macht schlau
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Quellen:

  • 1 Bischoff S. BMC Med 2011;9:24;
  • 2 Marks LR, Clementi EA, Hakansson AP. Sensitization of Staphylococcus aureus to Methicillin and other antibiotics in vitro and in vivo in the presence of HAMLET. PLoS One 2013;8:e63158. www.ncbi.nlm.nih.gov (21.10.2013)
  • 3 Carsten Flohr, Effect of an Intervention to Promote Breastfeeding on Asthma, Lung Function, and Atopic Eczema at Age 16 Years, jamanetwork.com (17.11.17)
  • Howie PW, Forsyth JS, Ogston SA, Clark A, Florey CD, Protective effect of breast feeding against infection, Ninewells Hospital and Medical School, Dundee, BMJ. 1990 Jan 6;300(6716):11-6, www.ncbi.nlm.nih.gov (8.2013)
  • Mawson AR, Xueyuan W. Breastfeeding, retinoids, and postpartum depression: A new theory. J Affect Disord 2013;150:1129-35, www.ncbi.nlm.nih.gov (21.10.13)