Mit dem Baby an die Fasnacht

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 20. Februar 2020

Eigentlich hat ein Baby nichts an der Fasnacht zu suchen, schliesslich bekommt es den ganzen Spass gar nicht mit. Wenn Sie Ihr Baby mitnehmen möchten, sollten Sie einige Dinge beachten.

So toll Fasnacht für Sie ist, für Ihr Baby ist es wohl eher etwas Stress, den es, warm eingepackt im Kinderwagen oder der Trage, wohl verschläft.

Wenn Sie dennoch mit Ihrem Baby nach draussen zum Umzug oder an die Strassenfasnacht möchten, sollten Sie ein paar Dinge beachten, damit sich Ihr Baby wohl fühlt - und somit die Fasnacht auch für Sie nicht zum Stress-Event werden.

Ohren gegen Lärm schützen

gehörschutz, baby, ohrenschutz, fasnachtBei Babys unter acht Monate sind die Nerven der Hörbahn von der Gehörschnecke zum Gehirn und der sogenannte Stapediusreflex noch nicht ausgereift. Das ist ein Reaktionsmechanismus des Gehörs, der das Innenohr vor Schäden durch einen hohen Schalldruckpegel schützt, indem er das Trommelfell etwas vom Innnenohr abhebt, sodass nicht mehr der ganze Schalldruck an das Innenohr übertragen wird.

Wenn ein Baby direkt neben der Guggenmusik oder in sehr lauten, geschlossenen Räumen ist, kann das bereits nach 15 bis 30 Minuten zu irreversiblen Schäden führen. Das gilt nicht nur für Fasnachtsklänge sondern auch für Knallkörper oder Kinderspielzeugpistolen mit einem Schallwert über 100 dB.

Aus diesem Grund sollten Sie mit Ihrem Baby die grossen Guggenkonzerte meiden und beim Umzug eher etwas in den hinteren Reihen stehen. Gleichzeitig, sollten Sie die Ohren Ihres Babys - aber auch die Ihres Kleinkindes - schützen, sei es mit etwas Watte, die Sie in die Ohrmuschel stopfen, speziellen Gehörschutzpfropfen oder schallschluckenden Kopfhörern.

Achten Sie darauf, dass sich der Gehörschutz nicht verschiebt, damit er auch wirkungsvoll ist.

Nebst der Lautstärke spielt aber auch die Höhe der Töne eine Rolle: Babys und Kinder können hohe Töne viel besser wahrnehmen, wie beispielsweise jene der Piccoloflöten. So hören Sie auch Töne, die wir Erwachsene schon gar nicht mehr erfassen.

Wenn Ihr Baby also zu quengeln beginnt, ohne dass es für Sie einen Grund gibt, kann es gut sein, dass es von sehr schrillen Tönen genervt ist.

Zwiebellook

Wenn Sie mit Ihrem Baby an die Strassenfasnacht gehen, sollten sie es im Zwiebellook anziehen, sodass Sie Kleider ausziehen können, sobald Sie in ein Lokal gehen.

Prüfen Sie am Hals auch immer wieder, ob Ihr Baby schwitzt oder nicht.


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Quellen:

  • Dr. med. Monica Conrad, Schadet Guggenmusik Baby- und Kleinkinderohren?, 2005, www.hirslanden.ch (Abrufdatum 30.1.2015)
  • Fotos: Juniart by fotolia.com / Babywelten GmbH