Kuscheln macht glücklich - und klug

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 7. März 2018

In den Arm nehmen, liebkosen, küssen und streicheln – die meisten Babys können nicht genug davon bekommen. Und das ist auch gut so, denn Kuscheln hilft bei der Entwicklung.

Das haben Babys gerne

Berührungen

baby berühren, baby kuscheln, kuscheln glücklichLassen Sie Ihr Baby so oft als möglich spüren, dass Sie da sind. Legen Sie beispielsweise beim Windelwechseln eine Hand auf seinen Bauch, während Sie mit der anderen die Windel öffnen. Oder halten Sie sein Händchen, während dem Sie es stillen oder ihm den Schoppen gehen.

Das sind kleine Berührungen, die aber viel bewirken.

Körperkontakt

körperkontakt baby, baby haltenHalten Sie Ihr Baby immer eng am Körper. Mit dem Tastsinn nimmt es nicht nur Ihren Körper wahr, sondern spürt auch Ihren beruhigen Puls, Ihre Wärme - und über die Nase - Ihren Geruch.

Tragehilfen oder Tragtücher sind ideal, um das Baby mit sich herumzutragen, ohne dass Sie rasch ermüden.

Streicheleinheiten

babymassage, masssage babyEin zartes Streicheln ist fast wie Medizin und hilft gegen Schmerzen.

Seien Sie sanft zur Babyhaut und achten Sie darauf, dass Ihre Fingernägel keine Ecken haben, mit denen Sie beim Streicheln die zarte Babyhaut verletzen könnten. Wenn Sie mögen, können Sie das Eincremen nach dem Bade auch für eine liebevolle Massage nutzen.

Lesen Sie dazu: So massieren Sie Ihr Baby.

Fingerspiele

fingerspiel, fingervers, abzählvers Mit Abzählversen und Fingerspielen können Sie Ihrem Baby nicht nur seinen Körper näher bringen (und später auch die richtigen Begriffe zu den einzelnen Körperteilen), sondern Sie können es auch kitzeln und zum Lachen bringen. So wird das positive Gefühl der Berührung noch mehr verstärkt und die Worte, die Sie sprechen, erhalten einen Sinn.

Sie helfen Ihrem Baby damit, sein Sprachverständnis zu erweitern – und nicht zuletzt weiss man heute, dass Spracherwerb auch über den Tastsinn geht.

So lernen 1. Klässler die Buchstaben besser kennen, indem sie sie aus Knete formen und „ertasten“.

Respektieren Sie ein "Nein"

Während für Babys meist kuscheln etwas vom grössten ist, mögen nicht alle ältere Kleinkinder so viel Nähe. Akzeptieren Sie, wenn ein Kind nein sagt oder wenn ein Kind den Kopf wegdreht und versuchen Sie nicht, es dennoch zu küssen oder an sich zu drücken. Nicht alle Kinder mögen gleich viel und oft kuscheln.

Der Tastsinn

Der Tastsinn ist der erste Sinn, der sich bei Ihrem Baby entwickelt hat. Bereits in SSW 7 spürt das kleine Embryo Berührungen im Mundbereich. Ende des 1. Trimesters dann ist der Tastsinn fast am ganzen Körper vorhanden. Die feinen Tastkörperchen leiten ab dann die ersten Berührungen an das Gehirn weiter.

Diese ständigen Reiz an das Gehirn unterstützen die Entwicklung des Babys bereits im Bauch.

Einmal auf der Welt, ist es auch der Tastsinn, der am besten entwickelt ist: Ein Neugeborenes reagiert weder auf Blick noch auf Töne so stark, wie es auf Berührungen reagiert. Nehmen Sie ein weinendes Baby in den Arm, können Sie es beruhigen – viel besser, als wenn Sie mit ihm sprechen oder ihm Musik vorspielen.

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Quellen:

  • Nathalie Charpak u.a., Twenty-year Follow-up of Kangaroo Mother Care Versus Traditional Care, pediatrics.aappublications.org (Abrufdatum 6.3.18)
  • Fotos: Kiuikson / Evgenyatamanenko / Solovyoya by fotolia.com