Erkältung / Grippaler Infekt

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 29. Dezember 2014
  • Geprüft von den Babywelten-Experten

Erkältungen treten häufig in der kalten Jahreszeit auf. Im Gegensatz zur klassischen Influenza-Grippe verlaufen Erkältungen meist harmloser. Ausgelöst werden sie durch verschiedene Viren, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, also durch Niesen, Husten und Sprechen oder direkten Kontakt.

Erkältung (Grippaler Infekt)

Erkältungen oder grippale Infekte sind Infektionen der Atemwege. Dazu gehören:

Erkältungen betreffen sowohl Kinder als auch Erwachsene und treten häufig in der kalten Jahreszeit auf. Im Gegensatz zur klassischen Influenza-Grippe, die in der Regel zusätzlich mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht, verlaufen Erkältungen meist harmloser und klingen gewöhnlich innerhalb einiger Tagen ab. Ausgelöst werden Erkältungen durch verschiedene Viren, die durch Tröpfcheninfektion übertragen werden, also durch Niesen, Husten und Sprechen oder direkten Kontakt.

Eine Erkrankungshäufigkeit von 10- bis 12mal jährlich im Baby- und Kleinkindesalter ist völlig normal, da sich erst ein Immungedächtnis ausbilden muss.

Die Viren siedeln sich im Nasen-Rachenraum an. Um an der Erkältung zu erkranken, braucht es meist noch weitere Faktoren wie:

  • Kälte- oder Nässe
  • Stress
  • trockene Luft
  • Schlafmangel

Symptome und Verlauf

Typische Symptome einer Erkältung:

  • Niesen, Schnupfen. Das Nasensekret ist anfänglich wässrig, später wird es schleimig und trübe.
  • Hals- und Schluckweh; Heiserkeit und Husten.
  • Geschwollene Halslymphknoten.

Das Allgemeinbefinden ist bei unkomplizierten Erkältungen meist nur leicht beeinträchtigt, doch wird wegen der begleitenden Allgemeinsymptome der Ausdruck „grippaler Infekt“ verwendet.

Zusätzliche typische Symptome einer Grippe:

  • Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit.
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Fieber und Schüttelfrost (im Fieberanstieg)

Die „Erkältungsviren“ schädigen die Schleimhäute, die damit anfällig für weitere bakterielle Infektionen sind. Es kann zu Komplikationen wie Lungenentzündung, Mittelohrentzündungen oder Krupphusten kommen, bei älteren Kindern auch zu Nasennebenhöhlenentzündungen.

Behandlung von grippalen Infekten

Es gibt keine Therapie der Virusinfektion. Die Symptome können jedoch gemildert werden.

Generell ist es wichtig, viel zu trinken und sich ausreichend Ruhe zu gönnen.

Schnupfen: Einsprühen von Kochsalzlösung reinigt die Nase und befreit, Feuchtinhalation mit ätherischen Ölen bei älteren Kindern, milde Nasentropfen. Abschwellende Nasentropfen sollten nicht länger als sieben aufeinanderfolgende Tage angewendet werden, da sie die Nasenschleimhaut austrocknen

Husten: Honig desinfiziert und lindert den Husten (darf jedoch unbedingt erst nach dem 1. Geburtstag gegeben werden). Ist Ihr Kind schon grösser (älter als drei Jahre), können Sie es Dampf inhalieren lassen, wobei Sie dem Wasser Kamille oder Salz beifügen.

Achtung: Bei Babys sollten ätherische Öle sehr vorsichtig und auf jeden Fall verdünnt angewendet werden. Sie können bei Babys Atemaussetzer auslösen. Sprechen Sie vor der Anwendung von ätherischen Ölen mit einer Fachperson in der Drogerie oder der Apotheke.

Wann Sie den Arzt konsultieren sollten

Auch wenn eine Erkältung normalerweise harmlos ist, sollten Sie bei folgenden Symptomen Ihre Kinderärztin/Ihren Kinderarzt konsultieren:

  • Fieber:
    • immer bei Babys unter 3 Monaten
    • über drei Tage andauernd
    • nicht senkbar
    • zusätzliche schlechter Allgemeinzustand des Kindes
  • Bei Bewusstseinstrübung und Nackensteife.
  • Beim Verdacht auf Komplikationen wie Lungenentzündung (schnelle Atmung, schwere Atmung, Atemnot, Husten) oder Mittelohrentzündung (Ohrenschmerzen, Rötung im Ohrbereich, laufendes Ohr)
  • Wenn die Erkältung nicht innerhalb von maximal zehn Tagen abklingt.
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Vorbeugen

Gehen Sie mit Ihrem Baby regelmässig und bei jeder Witterung nach draussen an die frische Luft - auch im Winter. Packen Sie Ihr Baby gut ein, damit es nicht friert und wechseln Sie die Kleidung, wenn sie nass ist.

Sorgen Sie für ein angenehmes Raumklima. Stellen Sie gegebenenfalls einen hygienischen Luftbefeuchter während der Heizperiode auf.

Halten Sie die normalen Hygieneregeln ein: Regelmässiges Händewaschen und Abstand halten zu Menschen, die erkältet sind.

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Quellen:

  • Dr. med. Ute Hopp, PD Dr. med. Jürg Baltensweiler, CSS, Erkältung, www.css.ch (Abrufdatum 6.2013)