Pertussis (Keuchhusten)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 10. Juni 2013

Keuchhusten ist eine sehr ansteckende Infektionskrankheit der Atemwege, die durch das Bakterium Bordetella pertussis ausgelöst wird. Diese Bakterien produzieren ein Gift (Pertussis-Toxin), das Hustenanfälle auslöst.

Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion beim Niesen, Sprechen und Husten.

Keuchhusten kommt weltweit vor und führt gerade bei Babys manchmal sogar zum Tod. Von 2006 bis 2010 wurden in der Schweiz jährlich noch rund 4000 Fälle gemeldet, wobei der Anteil der Jugendlichen am Steigen ist. Jedes Jahr müssen rund 50 Kinder wegen Keuchhusten ins Spital, die meisten davon sind noch Säuglinge. In den letzten 15 Jahren wurden vier keuchhustenbedingte Todesfälle gemeldet.

Symptome und Verlauf

Etwa ein bis drei Wochen nach der Ansteckung treten grippeähnlichen Symptome mit unauffälligem Husten auf. Der Husten entwickelt sich aber in den nächsten ein bis zwei Wochen zu einem stakkatoartigen Husten, der bis zu sechs Wochen anhalten kann. Bei den Hustenattacken wird ein zäher Schleim ausgeworfen. Ebenso muss der Erkrankte oft erbrechen.

Bis die Krankheit ganz abgeklungen ist, können Wochen und Monate vergehen. Deshalb kann es auch vor allem bei Babys und Kleinkindern zu Komplikationen kommen wie Lungenentzündungen, Krampfanfälle oder gar einer Schädigung des Gehirns.

Vorbeugung

Zum Schutz gegen Keuchhusten können Sie Ihr Baby impfen lassen. Gemäss schweizerischem Impfplan wird die Impfung mit 2, 4, 6, 15-24 Monaten, 4-7 Jahren und 11-15 Jahren empfohlen (total 6 Dosen; immer in Kombination mit Starrkrampf und Diphtherie, sowie je nach Alter zusätzlich mit Kinderlähmung und Haemophilus influenza Typ b (Hib).

Im Erwachsenenalter wird eine einmalige Keuchhustenimpfung (als Auffrischimpfung oder Erstimpfung) im Alter von 25-29 Jahren empfohlen.

Schwangeren Frauen wird eine Keuchhustenimpfung ab dem 2. Trimester empfohlen, wenn die letzte Impfung mehr als 5 Jahren zurückliegt.

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Quellen: