So schützen Sie Ihr Baby vor Allergien

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 19. November 2017

Allergien können Sie nicht heilen - aber ihren Ausbruch bei Ihrem Baby möglichst verhindern. Babywelten erklärt, wie Sie Ihr Kind vor Allergien schützen können.

Beikost: Früh allergene Lebensmittel einführen

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind könnte Lebensmittelallergien entwickeln, dann sollten Sie Ihr Baby nicht vor diesen Lebensmitteln schützen, sondern Sie ihm bereits ab dem 6. Lebensmonat langsam geben. Denn verschiedene Studien haben gezeigt:

  • Babys, die schon früh Erdnussbutter assen, waren später weniger gegen Erdnüsse allergisch. Nämlich: Nur 1.9% der Kinder, die Ernussbutter bekamen, wiesen mit 5 Jahren eine Allergie auf. Bei der Gruppe, die keine Erdnussbutter erhielt, waren es 13.7%.2
  • Rund 1% der Europäer hat eine Gluten-Allergie (Zäliakie). Gluten kommt in Getreidesorgen wie Weizen und Roggen vor. Babys, die bis zu ihrem 7. Lebensmonat nicht mit Gluten in Berühung kamen, hatten ein 25% höheres Risiko an Zöliakie zu erkranken.3
  • Babys, die erblich mit einer Eiweissallergie vorbelastet sind und schon früh mit Hünereiweiss in Kontakt kamen, entwickelten später rund viermal weniger eine Allergie (nur 8%) als Babys, die kein Hühnereiweiss assen (38%).4

Haustiere

Experten sind sich nicht einig, ob Haustiere eine Allergie fördern oder nicht - bis auf zwei Ausnahmen. So sollen Katzen Allergien bei Kindern eher negativ beeinflussen, während Hunde einen postitiven Einfluss haben. Vor allem wurden weniger Pollen- und Inhalationsallergene festgestellt.

Aber der Hund muss im eigenen Haushalt leben. Ein fremder Hund, der regelmässig betreut wird, nützt weniger.

Impfungen

Nach heutigen medizinischen Kenntnissen haben Impfungen keinen Einfluss auf das Allergierisiko. Experten empfehlen deshalb, auch atopisch veranlagten Babys gemäss Schweizerischem Impfplan zu impfen.

Körpergewicht

Achten Sie auf das Gewicht Ihres Babys. Experten sind überzeugt, dass ein gesundes Gewicht auch einen positiven Einfluss auf ein mögliches Allergierisiko hat.


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Quellen:

  • 1 Kinderärzte im Netz, Stillende Mutter: Zweimal pro Woche Fisch verringert Neurodermitis-Risiko beim Baby (2.11.16), www.kinderaerzte-im-netz.de
  • 2 NEJM, Randomized Trial of Peanut Consumption in Infants at Risk for Peanut Allergy, DOI: 10.1056/NEJMoa1414850, www.nejm.org (1.6.17)
  • 3 Journal of Pediatrics, Gluten Introduction to Infant Feeding and Risk of Celiac Disease: Systematic Review and Meta-Analysis, dx.doi.org (1.6.17)
  • 4 The Lancet, Two-step egg introduction for prevention of egg allergy in high-risk infants with eczema (PETIT): a randomised, double-blind, placebo-controlled trial, dx.doi.org(16)31418-0(1.6.17)
  • 5 Carsten Flohr, Effect of an Intervention to Promote Breastfeeding on Asthma, Lung Function, and Atopic Eczema at Age 16 Years, jamanetwork.com (17.11.17)
  • 6 Asa Ohsaki u.a. , Nov. 2017, Maternal IgG immune complexes induce food allergen–specific tolerance in offspring, jem.rupress.org (Abrufdatum 21.11.17)
  • 7 David M. Fleischer u.a. Primary Prevention of Allergic Disease Through Nutritional Interventions, The Journal of Allergy and Clinical Immunology: January 2013, www.jaci-inpractice.org (15.9.2014)
  • David M. Fleischer u.a. Primary Prevention of Allergic Disease Through Nutritional Interventions, The Journal of Allergy and Clinical Immunology: January 2013, www.jaci-inpractice.org (15.9.2014)
  • Deutsche Haut- und Allergiehilfe, geprüfte HA-Nahrung, www.dha-allergien-vorbeugen.de (15.9.2014)
  • J. Heinrich u.a., GINIplus und LISAplus Design und ausgewählte Ergebnisse zweier deutscher Geburtskohorten zum natürlichen Verlauf atopischer Erkrankungen sowie deren Determinanten, www.ginistudie.de (15.9.2014)
  • Foto: evgenyatamanenko / fotolia.com