Sommergrippe

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 17. Juni 2013
  • Geprüft von den Babywelten-Experten

Hat Ihr Baby eine Sommergrippe? Tipps zum Vorbeugen und Heilen!

Sommergrippe

Das, was wir im Volksmund mit Sommergrippe bezeichnen, ist eigentlich ein Sammelbegriff für virale Erkältungen, die vor allem bei warmem Wetter auftreten. Der Name kommt vor allem daher, dass die Symptome einer Grippe ähneln.

Die Sommergrippe ist jedoch eine ganz normale Erkältung, wie sie auch zu anderen Jahreszeiten auftreten kann. Sie wird aber durch andere Arten von Viren hervorgerufen, die sich besonders gut bei warmen Temperaturen vermehren können. Die Viren werden durch Tröpfcheninfektion übertragen (Husten, Niesen etc.) oder durch sogenannte Schmierinfektion via Hände. Deshalb gilt auch für den Sommer: regelmässiges Händewaschen schützt.

Symptome und Verlauf

Die Sommergrippe kündigt sich oft mit einem trockenen, kratzenden Gefühl im Hals an. Möglicherweise hat Ihr Baby auch Schnupfen, Hals- oder Kopfschmerzen, fühlt sich schlapp und müde. Manchmal kommen Schüttelfrost, Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall sowie Fieber über 38.5 Grad Celsius dazu.

Die Symptome verschwinden jedoch meistens nach ein paar Tagen wieder und die Sommergrippe ist daher eher harmlos. Dauert das Fieber oder der Infekt jedoch länger an, sollten Sie Ihre Kinderärztin/ihren Kinderarzt kontaktieren, denn dann liegt möglicherweise eine bakterielle Infektion vor.

Die Sommergrippe bricht meistens dann aus, wenn das Baby oder Kind schon etwas angeschlagen ist. Zum Beispiel, wenn bei grosser Hitze die Klimaanlage läuft und die Luft austrocknet, oder das Autofenster stets geöffnet ist. Damit werden die Schleimhäute anfälliger für Viren.

Auch extreme Temperaturschwankungen schwächen das Immunsystem und machen den Körper Ihres Babys oder Kindes anfälliger für Viren.

Behandlung von Sommergrippe

Die Sommergrippe wird wie eine andere Erkältung behandelt: Abwarten und Teetrinken bis die Symptome nach wenigen Tagen abklingen Leider gibt es gegen Viren keine Medikamente, aber Sie können die Symptome der Grippe lindern:

  • Achten Sie darauf, dass Ihr Baby viel Ruhe hat.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Baby viel trinkt.
  • Bei Schnupfen oder verstopfter Nase können Sie die Nase Ihres Babys mit einer Salzspülung "auswaschen". Es gibt dazu spezielle Pipetten im Handel.
  • Gegen Halsweh und Husten hilft ein Salbeitee mit Honig.
  • Wenn Ihr Baby Schmerzen hat, kann Ihnen Ihre Kinderäztin/Ihr Kinderarzt schmerzlindernde Zäpfchen oder Säfte verschreiben (Paracetamol, Voltaren für Kinder).

Sorgen Sie ferner dafür, dass Ihr Baby genügend Vitamine und Mineralstoffe erhält (Vitamin C, Zink und Magnesium) und wenn es sehr schwitzt, sollten Sie seinen Salzverlust mit viel trinken und salzhaltigen Zugaben, falls es schon Beikost nimmt, ausgleichen (Suppen, Salzstangen etc.).

Wenn die Symptome nach 2 bis 3 Tagen nicht abklingen und das Fieber sich nicht senkt, sollten Sie Ihre Kinderärztin/Ihren Kinderarzt/ kontaktieren. Kontaktieren Sie ebenso einen Arzt, bei:

  • Fieber über 40 Grad Celsius
  • Ohrenschmerzen
  • Atembeschwerden
  • dicker grüner Schleim konmmt aus der Nase
  • andauernden Husten

Vorbeugung gegen Sommergrippe

Da sich Ihr Baby mit den Viren ansteckt, wenn sein Immunsystem schon etwas geschwächt ist, sollten Sie auch im Sommer auf eine vitaminreiche Ernärhung sowie die allgemeinen Hygieneregeln (Händewaschen) achten.

Setzten Sie Ihr Baby auch keinem Durchzug oder kalter, trockener Luft aus, sei es durch offene Fenster beim Auto- oder Zugfahren, und drehen Sie die Klimaanlage auf eine Temperatur, die maximal sechs Grad unter der Aussentemperatur liegt. Schützen Sie Ihr Kind zudem vor Auskühlung, zum Beispiel, wenn seine Kleider nass sind.

Gebe Sie Ihrem Baby immer genug zu trinken.

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Quellen:

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