Plötzlicher Kindstod (SIDS)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 25. November 2015

Plötzlicher Kindstod oder SIDS (sudden infant death syndrome) ist ein unerwartetes Ableben eines Babys. Es gibt verschiedene Faktoren, die das Risiko des plötzlichen Kindstodes erhöhen.

Risikofaktoren, die Sie vermeiden sollten

Es gibt eine ganze Anzahl von Risikofaktoren, von denen man heute weiss, dass sie den Plötzlichen Kindstod auslösen können:

  • eine früher bereits eingetretene lebensbedrohende Situation für das Baby
  • ein am plötzlichen Kindstod verstorbenes Geschwisterkind
  • eine Frühgeburt vor der SSW 32 oder ein sehr niedriges Geburtsgewicht (weniger als 2500 g)
  • Drogenkonsum der Mutter
  • Die Mutter ist jünger als 20 Jahre
  • Zwillinge oder Mehrlinge
  • Tabakrauch in der Umgebung oder gar im Zimmer des Babys
  • Nikotinkonsum während der Schwangerschaft
  • Überwärmung
  • Schlafen in Bauchlage
  • Zudecken des Kopfes oder ungenügende Luftzirkulation (bitte auch keine Bettumrandung)
  • Verzicht auf Stillen
  • Co-Sleeping bzw. Schlafen im Elternbett, wenn die Alkohol konsumiert haben oder rauchen

Gibt es Anzeichen für den Plötzlichen Kindstod?

Es gibt nebst den oben erwähnten Risikofaktoren gewisse Anzeichen wie sehr starkes Schwitzen des Babys oder längere Atempausen.

Auch eine ungewöhnliche Blässe des Babys während des Schlafens oder das blaue Anlaufen der Arme und Beine im Schlaf können Hinweise auf ein besonderes Risiko sein.

Babys, die an plötzlichem Kindstod sterben sind häufig weniger als sechs Monate alt. Am häufigsten tritt er zwischen dem 3. und dem 4. Monat auf. Er kommt meistens im Schlaf.

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Quellen:

  • Audero E. et al.:Sporadic Autonomic Dysregulation and Death Associated with Excessive Serotonin Autoinhibition. Science. 2008 Jul;321(4):130-3.
  • Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Passivrauchende Kinder in Deutschland – frühe Schädigung für ein ganzes Leben, 2003, www.dkfz.de (18.12.13)
  • K.-H. Deeg, A. Reisig: „Dopplersonografisches Screening der Blutströmung in der Arteria basilaris während Kopfrotation reduziert das Risiko für den plötzlichen Kindstod. “ Ultraschall Med 31 (2010), 506-14, www.ncbi.nlm.nih.gov (18.12.13)
  • M. Vennemann, D. Fischer, M. Findeisen (2003). Kindstodinzidenz im internationalen Vergleich. Monatsschrift für Kinderheilkunde, 151, S. 510–513
  • Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie (SGP), Bedsharing und plötzlicher Kindstod: Aktuelle Empfehlungen, 2013, www.swiss-paediatrics.org (18.12.13)
  • Trowitzsch E, Jorch G, Schlüter B, Andler W: Der plötzliche , unerwartete Säuglingstod- Risikofaktoren und Präventivmaßnahmen. Kinderarzt 1992; 5: 3-6.
  • Blair SP u.a. Beds-Sharin ohne Vorliegen von Risikofaktoren: Besteht ein Risiko für Plötzlichen Kindstod?, PLoS ONE 9(9): e107799
  • Foto: Jeanette Dietl