Verformung des Babyschädels (Plagiozephalie)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 2. Januar 2016

Schädelverformungen kommen bei Babys häufig vor. Babywelten erklärt, wie Sie den Deformierungen vorbeugen können.

Wenn Ihr Baby eine flache Seite an einem Kopf hat und eine ungleichmässige Kopfform, so sind das Schädelverformungen, die bei Babys in den ersten sechs Lebensmonaten auftreten können. Das ist ganz normal, denn die Schädelknochen sind noch sehr weich und daher leicht verformbar.

Geschätzt wird, dass zwischen fünf und zwölf Prozent alles Babys davon betroffen sind.

Die Schädelverformung (Plagiozephalie) schadet dem Baby nicht und hat auch keinen Einfluss auf die Entwicklung des Gehirns. Wenn die Verformungen aber nicht behandelt werden, entstehen später nicht nur ästhetische Probleme, sondern es kann auch zu kieferorthopädischen Problemen, Augenveränderungen und einer Verzögerung in der psychomotorischen und kognitiven Entwicklung kommen.

Gründe für eine Schädeldeformierung vor oder während der Geburt

  • Ihr Baby befand sich schon viele Wochen vor der Geburt in der Beckenlage.
  • Geburt: Sowohl bei einer normalen Geburt wie auch bei einer Zangen- oder Saugglockengeburt wird sich der Schädel verformen.

Diese Verformung sollte spätestens nach sechs Wochen wieder zurückgehen.

Gründe für eine Schädeldeformierung nach der Geburt

Die meisten Verformungen nach der Geburt geschehen, weil Sie Ihr Baby zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstodes immer auf dem Rücken schlafen lassen.

Das ist auch richtig so. Dadurch aber wird der Hinterkopf abgeflacht. Oder das Baby schaut immer in derselben Richtung und will den Kopf nicht mehr in die andere drehen.

Wie kann einer Schädelverformung vorgebeugt werden?

Sie können einer Schädelverformung vorbeugen, wenn Sie Ihr Baby auf dem Rücken abwechselnd in eine leichte Seitenlage legen, einmal in die Mitte, einmal leicht nach rechts, einmal schräg nach links. Dies ist vor allem in den ersten sechs bis acht Wochen wichtig, da in dieser Zeit der Schädel noch leicht formbar ist.

Ein Lagerungskissen kann ihnen dabei helfen, dass das Baby nicht zurück in die volle Rückenlage rollt.

Im Handel gibt es auch sogenannte Mimokissen, die den Druck der Unterlage auf den Schädel besser verteilen und damit mindern.

Anderseits können Sie das Baby auch auf den Bauch legen, wenn Sie im Raum sind, bzw. es beobachten können.


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