Grippeimpfung für Neugeborene und Babys

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 3. November 2019

Wenn Ihr Baby zu früh zur Welt kam oder an einer chronischen Erkrankung leidet, dann sollten Sie jetzt über eine Impfung gegen die saisonale Grippe nachdenken.

grippeimpfung, grippe impfen, imfpen, impfen, kind, baby impfenWenn Ihr Baby zu früh zur Welt kam oder an einer chronischen Erkrankung leidet, dann sollten Sie jetzt mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über eine Impfung gegen die saisonale Grippe sprechen. Das Bundesamt für Gesundheit BAG rät Eltern, ihr Baby unter folgenden Umständen impfen zu lassen:

  • Babys, die vor der SSW 33 geboren wurden (Frühchen), ab dem Alter von sechs Monaten bis zum Alter von zwei Jahren.
  • Babys, die an chronischen Erkrankungen leiden ab dem Alter von sechs Monaten. Zu diesen chronischen Erkrankungen zählen:
    • Herzerkrankung
    • Lungenerkrankung (z.B. Asthma bronchiale)
    • Stoffwechselstörungen mit Auswirkung auf die Funktion von Herz, Lungen oder Nieren (z.B. Diabetes oder morbide Adipositas, BMI ≥ 40)
    • neurologische Erkrankungen (z.B. M. Parkinson, zerebrovaskuläre Erkrankung)
    • muskuloskelettale Erkrankung mit Auswirkung auf die Funktion von Herz, Lungen oder Nieren
    • Hepatopathie
    • Niereninsuffizienz
    • Asplenie
    • Funktionsstörung der Milz (inkl. Hämoglobinopathien)
    • Immundefizienz (z.B. HIV-Infektion, Krebs)

Aber auch alle Personen, die ständig in Kontakt mit Frühchen oder Babys mit chronischen Erkrankungen sind - also die Eltern und Geschwister, sollten sich impfen lassen.

Empfehlungen für Mamis von Neugeborenen

Auch Mütter, die erst vor kurzem (weniger als vier Wochen) geboren haben, wird empfohlen, sich impfen zu lassen. Gemäss BAG sind keine schädlichen Auswirkungen auf das Stillen bekannt.

Nebenwirkungen einer Gripppeimfpung

Als häufigste Nebenwirkung treten bei rund 10-40% der Geimpften eine Rötung oder Schmerzen an der Injektionsstelle auf. Noch bei jeder 10. bis 20. geimpften Person treten ferner folgende Symptome auf:

  • Temperaturerhöhung
  • Muskelschmerzen
  • leichtes Unwohlsein.

Diese Nebenwirkungen sind harmlos und klingen ohne Therapie spätestens nach zwei Tagen ab.

Sehr selten können im Falle einer Allergie Ausschläge, Ödeme oder Asthma, sowie in ganz seltenen Fällen eine allergische Sofortreaktion (anaphylaktischer Schock) auftreten.

Sollten Sie oder Ihr Baby nach einer Grippeimpfung Fieber oder ander Symptome bekommen, zögern Sie nicht, Ihre Ärztin/Ihren Arzt aufzusuchen.


Artikel teilen:

Quellen: