3. Untersuchung: Ihr Baby ist 2 Monate alt

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 16. September 2013
  • Geprüft von den Babywelten-Experten

Bei der 3. Untersuchung Ihres Babys stehen die ersten Impfungen an. Zudem werden Themen wie Schlafen, Schreien und Trinkverhalten Ihres Babys behandelt.

3. Untersuchung: Ihr Baby ist 2 Monate alt

Ihr Baby ist schon acht oder zehn Wochen alt und sicherlich schon ein ganzes Stück schwerer und grösser geworden. Bei diesem Arztbesuch werden deshalb kontrolliert:

  • Gewicht, Grösse und Kopfumfang (Wachstumskurven)
  • Vollständige körperliche Untersuchung
  • Psychomotorische Entwicklung:
    • Kann Ihr Baby einem Gegenstand, der vor sein Gesicht gehalten wird, mit den Augen fixieren?
    • Lächelt es zurück, wenn es angelächelt wird?
    • Hebt es den Kopf in Bauchlage etwas an?

Im Gespräch mit Ihnen wird die Kinderärztin/der Kinderarzt auf folgende Themen eingehen:

  • Schlafen: Schläft Ihr Baby genug
  • Schreien
  • Trinkverhalten
  • Ihr Alltag: Wie viele Ressourcen haben Sie? Gibt es eine Entlastung?

Impfen

untersuch baby, 2 monate, impfenDas grosse Thema bei diesem Arztbesuch ist das Impfen. Für Ihr zwei Monate altes Baby wird gemäss Schweizer Impfplan eine Kombinationsimpfung empfohlen gegen:

  • Diphtherie wird durch Bakterien verursacht und beginnt im Rachenbereich (Angina). Hier bilden sich Beläge, die die Atmung erschweren bis unmöglich machen. Ausserdem sondern gewisse Diphtheriebakterien Gifte ab, die das Herz, Nervensystem und andere Organe schädigen können.
  • Tetanus (Wundstarrkrampf) wird durch Verschmutzung von offenen Wunden oder durch Tierbisse ausgelöst und kann tödlich enden. Durch ein Gift kommt es zu Muskelkrämpfen, wird die Atemmuskulatur betroffen, kommt es in 25% der Fälle zum tödlichen Ausgang.
  • Pertussis (Keuchhusten) ist eine Erkrankung, die mit Hustenanfällen, Problemen bei der Atmung und Hustenerbrechen einhergeht. Besonders gefährlich ist es für Neugeborene und junge Säuglinge, bei denen es zu Atempausen und Atemstillständen kommen kann.
  • Hib Typ B verursacht vor allem bei Babys und Kleinkindern eine Hirnhaut- oder Kehldeckelentzündung. Bei der Entzündung des Kehldeckels droht Ersticken, bei der Hirnhautentzündung kann es auch bei regelrechter antibiotischer Behandlung zu Schäden (Hörschäden, körperliche Behinderung) kommen oder der Verlauf kann tödlich sein.
  • Poliomyelitis IPV (Kinderlähmung) ist eine Viruserkrankung, die die Nervenstränge angreift und zu einer dauerhaften Lähmung führen kann.

Zusätzlich wird eine ergänzende Impfung gegen Pneumokokken empfohlen und von den Krankenkassen bezahlt. Pneumokokken sind Bakterien, die viele verschiedene Krankheiten verursachen können, u.a auch Hirnhautentzündung, Mittelohrentzündung und Lungenentzündung. Die Impfung bietet einen guten Schutz gegen die schweren Erkrankungen (Hirnhautentzündung) und einen gewissen Schutz gegen die weniger schweren durch Pneumokokken verursachten Erkrankungen (z.B. Mittelohrentzündung).

Ebenfalls empfohlen wird, Kinder ab 2 Monaten gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen. Es sollen zwei Dosen gespritzt werden, wobei Kleinkinder bis 2 Jahre nur zweimal eine halbe Dosis erhalten sollen.

Artikel teilen: