April- und Mai-Babys

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 29. Oktober 2014

Guten Laune aber anfällig für Atemwegserkrankungen, das erwartet Babys, die im April und Mai geboren sind.

Das erwartet Babys, die im April und Mai geboren wurden

Ob ein Mensch länger lebt, das hängt von ganz verschiedenen Einflüssen ab. Zu einem Viertel aber werden die Grundlagen für ein langes Leben bereits im Mutterleib und in den ersten Lebensjahren gesetzt. So ist es offenbar ein Unterschied, ob ein Baby in einer warmen oder kalten Jahreszeit zur Welt kommt. Denn je nachdem hatte die Mutter mehr oder weniger Sonnenschein während der Schwangerschaft, oder eine nährstoffreichere oder -ärmere Ernährung genossen.

Zu einem weiteren Viertel liegen Lebenserwartung und Anfälligkeit für Krankheiten in den Genen. Und nur zur Hälfte ist dann das Kind, bzw. der Erwachsene mit seiner eigenen Lebensweise dafür verantwortlich, wie lange er oder sie lebt. Das hat die deutsche Forscherin Gabriele Doblhammer vom Max-Planck-Instituts herausgefunden.

In den nächsten Abschnitten haben wir verschiedene Studien zusammengestellt, die einen Zusammenhang zwischen Geburtsmonat und Lebenserwartung, bzw. Lebenshaltung herausgefunden haben.

Gute Laune und weniger Stimmungsschwankungen.

Ist Ihr Baby im Frühling geboren, wird es eher gut gelaunt sein und wenig Stimmungsschwankungen haben als andere gleichaltrige.

Wenn es jedoch einmal depressiv ist, so wird das schwerwiegender sein. Denn gemäss einer britische Studie, bei der 52‘000 Selbstmorde ausgewertet wurden, liegt das Risiko, dass jemand, der im Frühling geboren ist, Selbstmord begeht, 17.9% höher als bei einem Menschen, der im Oktober zur Welt kam. Aufgespalten auf das Geschlecht bedeutet dies ein 15% erhöhtes Risiko für Männer und ein um 27% erhöhtes Risiko bei Frauen.

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems oder der Atemwege/Lungen

Wenn Ihr Baby im April oder Mai zur Welt kommt, ist seine Lebenserwartung wohl nicht ganz so hoch wie bei Babys, die im Winter zur Welt gekommen sind.

Dies sollen Zahlen aus Nordamerika belegen: Amerikaner, die im November zur Welt kamen und an Atemwegs- oder Lungenerkrankungen starben, lebten durchschnittlich bis zu einem halben Jahr länger als im Sommer geborene.

Je näher der Geburtstag beim Sommer liegt, desto grösser ist das Risiko, dass Ihr Baby später eine Herz-Kreislauf- oder Atemwegs- und Lungenerkrankungen bekommt. Offenbar erkranken Wintergeborene später und sind widerstandsfähiger als Sommergeborene.

Eine mögliche Erklärung haben die Forscher: Während den warmen Sommermonaten geborene Babys laufen erhöhte Gefahr, sich im Herbst oder Winter ihre erste Viruserkrankung der Luftwege einzufangen. Wenn ein Mensch eine solche Infektionskrankheit in jungen Jahren hat, kann das in späteren Jahren eine chronische Lungenkrankheit begünstigen.


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Quellen:

  • Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Pressemitteilung 26.04.2006, Im Frühjahr geborene Kinder haben schlechtere Bildungschancen, www.diw.de (Abrufdatum 28.10.2014)
  • Emad Salib, An association between month of birth and method of suicide, 02/2010; 14(1):8-17. DOI: 10.3109/13651500903261323, www.researchgate.net (Abrufdatum 28.10.2014)
  • National Center for Health Statistics, www.cdc.gov (28.10.2014)
  • R. Dobson, G. Giovannoni, S. Ramagopalan. The month of birth effect in multiple sclerosis: systematic review, meta-analysis and effect of latitude. Journal of Neurology, Neurosurgery & Psychiatry, 2012; DOI: 10.1136/jnnp-2012-303934, www.sciencedaily.com (Abrufdatum 28.10.2014)
  • Willer CJ, Dyment DA u.a. , Canadian Collaborative Study Group. (2005) Timing of birth and risk of multiple sclerosis: population based study. BMJ 330(7483):120, www.ncbi.nlm.nih.gov (28.10.2014)