So schütze ich mein Baby vor dem plötzlichen Kindstod

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 25. November 2015

Sie können den plötzlichen Kindstod nicht verhindern, aber sie können das Risiko möglichst gering halten. Babywelten hat 7 wichtige Tipps zusammengestellt:

4. Rauchfreie Umgebung

kindstod, plötzlich tot, rauch, rauchfreiEtwas vom Wichtigsten zur Vermeidung des plötzlichen Kindstodes ist eine rauchfreie Umgebung.

Das beginnt bereits in der Schwangerschaft: Haben Sie während der Schwangerschaft mehr als 10 Zigaretten pro Tag geraucht, so steigt das Risiko für Ihr Baby um das siebenfache.

Rauchen Sie oder ihr Partner nach der Geburt des Babys in der Wohnung weiter, verdoppelt oder vierfacht sich das Risiko.

5. Vermeiden von Überwärmung

Achten Sie darauf, dass die Raumtemperatur im Schlafraum ihres Babys rund 18 Grad beträgt.

Lesen Sie dazu 8 Tipps für einen kühlen Schlaf

6. Stillen

stillen, kindstod, schützen kindstodStillen kann nachweislich das Risiko des plötzlichen Kindstodes um rund 50% senken. Wird das Baby ausschliesslich gestillt, so scheint sich das Risiko gar um 75% zu senken. Es gibt verschiedene biologische Erklärungen dafür wie erhöhte Weckbarkeit, weniger Infektionen etc..

7. Nuggi nach Belieben

nuggi, plötzlicher kindstodGeben Sie Ihrem Baby einen Nuggi zur Beruhigung.

Das ständige Nuggeln kann helfen, die Luftzufuhr aufrecht zu erhalten, und schützt damit vor dem plötzlichen Kindstod - gemäss britischer Studie sogar um bis zu 90 Prozent. Gleichzeitig kann das Saugen am Nuggi die Entwicklung der Bahnen im Hirnstamm verbessern.

Siehe auch: Nuggi oder Schnuller - Ja oder nein?


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Quellen:

  • Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, Passivrauchende Kinder in Deutschland – frühe Schädigung für ein ganzes Leben, 2003, www.dkfz.de (18.12.13)
  • K.-H. Deeg, A. Reisig: „Dopplersonografisches Screening der Blutströmung in der Arteria basilaris während Kopfrotation reduziert das Risiko für den plötzlichen Kindstod. “ Ultraschall Med 31 (2010), 506-14, www.ncbi.nlm.nih.gov (18.12.13)
  • Trowitzsch E, Jorch G, Schlüter B, Andler W: Der plötzliche , unerwartete Säuglingstod- Risikofaktoren und Präventivmaßnahmen. Kinderarzt 1992; 5: 3-6.
  • NJ Scheers, Crib Bumpers Continue to Cause Infant Deaths: A Need for a New Preventive Approach, doi.org/10.1016/j.jpeds.2015.10.050, www.jpeds.com(15)01284-6/abstract (24.11.2015)
  • Schweizerische Gesellschaft für Pädiatrie (SGP), Bedsharing und plötzlicher Kindstod: Aktuelle Empfehlungen, 2013, www.swiss-paediatrics.org (18.12.13)
  • Gesundheits-Tipp "Ein Kompletter Unsinn", Nr. 9 2015, Seite 16
  • William Sears, MD: Nighttime Parenting and Sudden Infant Death Syndromem, NEW BEGINNINGS, Vol. 16 No. 3, May-June 1999, S. 68–70, www.llli.org (18.12.13)
  • Blair SP u.a. Beds-Sharin ohne Vorliegen von Risikofaktoren: Besteht ein Risiko für Plötzlichen Kindstod?, PLoS ONE 9(9): e107799
  • Foto: Jeanette Dietl
  • Foto: Manujel Tennert/Micha Klootwijk by Fotolia - Babwelten GmbH