Endlich schwanger – die grössten körperlichen Veränderungen in den nächsten 9 Monaten

  • Autor: Philipp Meier
  • Veröffentlicht am 13. Juni 2019

Endlich haben Sie es geschafft: Sie sind schwanger und bekommen bald ein eigenes Kind. Auf dem Weg zum Familienglück stehen aber einige Veränderungen ins Haus.

Ihr Körper druchläuft in den kommenden 9 Monaten so manchen Wandel. Damit Sie sich darauf einstellen können und von den Entwicklungen der Schwangerschaft nicht überrascht werden, haben wir die wichtigsten körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft für Sie zusammengestellt.

Bauch und Brüste legen an Grösse zu

Das auffälligste Anzeichen einer Schwangerschaft ist, dass der Bauch und die Brüste kontinuierlich wachsen. Das liegt einerseits am steigenden Platzbedarf des Kindes. Es wird von Tag zu Tag grösser und benötigt daher immer mehr Platz im Bauch. Eine Gewichtszunahme von bis zu 15 kg ist in einer Schwangerschaft durchaus üblich. Deswegen ist es eine gute Idee, sich möglichst frühzeitig bequeme und flexible Damenmode zuzulegen. Denn es ist wichtig, dass Sie sich bei allen Aufgaben des Alltags wohlfühlen und dass zum Beispiel die Hosen nicht zu stark auf den Bauch drücken.

Das Wachstum der Brüste setzt bereits im ersten Trimester der Schwangerschaft ein. Die Brustdrüsen wachsen, was zu einem gesteigerten Volumen führt. In dieser Zeit kann es passieren, dass die Brüste spannen und wehtun. Hier ist es ebenfalls nützlich, auf komfortable Unterwäsche zu setzen, die für einen möglichst grossen Komfort sorgt. Bereits im zweiten Trimester stellen sich die Brüste auf die Milchproduktion ein. Bestimmte Hormone sorgen jedoch dafür, dass noch keine Milch austritt. Im dritten Trimester – gerade wenn der Geburtstermin näher rückt – ist auch die Vorbereitung auf die Milchproduktion abgeschlossen.

Der Hormonhaushalt verändert sich

Mit einer Schwangerschaft gehen Veränderungen im Hormonhaushalt einer Frau einher. Hierdurch bereitet sich der Körper einerseits auf die Schwangerschaft selbst als auch auf die anstehende Geburt vor. Zum Beispiel bildet sich direkt nach dem Einnisten der befruchteten Eizelle in der Gebärmutter das Hormon hCG. Dieses befindet sich dann in Ihrem Blut und Harn und kann dort durch einen Schwangerschaftstest nachgewiesen werden. Dieses Hormon ist somit ein erster Indikator dafür, dass Sie schwanger sind.

Ein ebenfalls wichtiges Hormon ist das Progesteron. Noch bevor eine Schwangerschaft überhaupt vorliegt, bereitet es die Gebärmutter auf den möglichen Einzug eines Embryos vor. Während der Schwangerschaft schützt es zudem das Kind, indem es ein Zusammenziehen der Gebärmutter verhindert, durch das die befruchtete Eizelle abgestossen werden würde. Des Weiteren ist es dafür verantwortlich, die Milchdrüsen in den Brüsten auf das Stillen vorzubereiten. Das Vorhandensein von Progesteron in der Schwangerschaft zeigt sich zum Beispiel an einer konstant erhöhten Basaltemperatur.

Es gibt noch viele weitere Hormone, die in der Schwangerschaft von Bedeutung sind. Beispielsweise wird eine besonders grosse Menge des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen gebildet. Diese vielfältigen Hormone übernehmen ganz unterschiedliche Aufgaben. Besonders wichtig ist jedoch die Stärkung des Immunsystems. Hierdurch haben es Krankheitserreger schwieriger, sich in Ihrem Körper anzusiedeln. Das schützt Sie und Ihr ungeborenes Kind gleichermassen.

Der Stoffwechsel arbeitet anders

Während der Schwangerschaft läuft Ihr Stoffwechsel anders ab. Das liegt daran, dass in dieser Zeit ein anderer Bedarf an Energie und Stoffwechselprodukten vorliegt als sonst. Beispielsweise bildet Ihr Körper während der Schwangerschaft neue Fettpolster, aus denen er bei Bedarf den Energielieferanten Glukose gewinnt. Unter anderem sorgen Schwangerschaftshormone dafür, dass der Körper intensiver auf Insulin reagiert, und dass mehr Insulin als üblich produziert wird. Je länger die Schwangerschaft dauert, desto schwächer reagiert der Körper aber auf Insulin. Im schlimmsten Fall tritt hierdurch eine Schwangerschaftsdiabetes auf.

Ein weiterer wichtiger Stoffwechselbaustein ist Eiweiss. Dieses wird in der Gebärmutter und in der Plazenta ebenso benötigt wie für die Brustdrüsen. Ausserdem setzt ein Elektrolydstoffwechsel während der Schwangerschaft ein. Hierdurch stellt Ihr Körper sicher, dass er immer genügend Natrium und Kalium zur Verfügung hat. Durch das Anlegen von Fettdepots verbraucht der Körper viel Eisen. Um eine Anämie zu vermeiden, sollten Sie daher Ihren Eisenstoffwechsel während der Schwangerschaft genau im Blick haben.

Die Haut sieht anders aus als zuvor

Viele Menschen sagen, dass eine Schwangerschaft vor allem an der Haut deutlich wird. Diese ist gerade im Gesichtsbereich besonders strahlend und glänzend. Allerdings kommt es bei vielen Frauen ebenfalls zu einer verstärkten Pigmentbildung. Das bedeutet, dass die Haut insgesamt dunkler wird. Vor allem im Genitalbereich und an den Brustwarzen ist das zu erkennen. Diese Verdunklung der Haut hält allerdings nur einige Wochen an und lässt dann wieder nach. Des Weiteren bilden sich während einer Schwangerschaft häufig Schwangerschaftsstreifen. Das liegt daran, dass sich die Haut durch das Wachstum von Bauch und Brüsten stark ausdehnt. In den meisten Fällen gehen solchen Streifen nach der Geburt aber wieder zurück und verblassen.

Psychische Veränderungen sind nicht selten

Die körperlichen Veränderungen in der Schwangerschaft haben auch Auswirkungen auf das Empfinden. Es kann durchaus passieren, dass Sie in dieser Zeit starke Emotionen empfinden, die urplötzlich auftauchen und wieder verschwinden. Von schierer Begeisterung bis hin zu unbändiger Verzweiflung reicht die Bandbreite an Gefühlen. Diese psychischen Veränderungen sind vor allem im zweiten und dritten Trimester spürbar. Das zweite Trimester ist häufig von positiven Emotionen geprägt. Die Frauen spüren ihr Kind und können mit ihm kommunizieren. Gleichzeitig haben sie aber noch nicht so stark mit den körperlichen Beeinträchtigungen zu kämpfen, die das dritte Trimester mit sich bringt. Entsprechend nehmen Gefühle der Sorge und Unsicherheit zu, je näher der Geburtstermin rückt.

Fazit: Ihr Körper stellt sich ganz auf die Schwangerschaft ein

Eine Schwangerschaft ist ein intensives Erlebnis, das zu massiven Veränderungen an Ihrem Körper führt. Einige können Sie aktiv beeinflussen, indem Sie zum Beispiel durch Massageöl versuchen, die Bildung von Schwangerschaftsstreifen zu verhindern. Andere Entwicklungen wie die Auswirkungen der Hormone auf Ihre Psyche können Sie nicht steuern. Versuchen Sie, den Veränderungen Ihres Körpers mit Ruhe und Gelassenheit zu begegnen. Sie erleben eine ganz besondere Zeit, die nicht alle Frauen kennenlernen und die Männern ganz verschlossen bleibt. Sie können diese Wandlungen entspannt und mit Freude geniessen, denn die meisten von Ihnen gehen zurück, sobald Ihr Kind erst einmal auf der Welt ist.

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