Mit dem Baby durch den Sommer: Gut geschützt die Sonne geniessen

  • Autor: Philipp Meier
  • Veröffentlicht am 11. Juni 2020

Für Familien gibt es im Sommer viel zu erleben. Vor allem Babys und Kleinkinder benötigen aber eine Extraportion Schutz, um die strahlenden Sonnentage unbeschwert geniessen zu können.

Viel trinken, bitte

Babys reagieren anders auf Hitze als Erwachsene. Schwitzen ist aber auch für sie die einzige Möglichkeit, um den Körper zu kühlen. Dieser Flüssigkeitsverlust muss vor allem bei Neugeborenen und sehr kleinen Babys zuverlässig ausgeglichen werden. Mütter, die stillen, müssen ihrem Baby keine zusätzlichen Getränke anbieten. Die meisten Stillbabys möchten jetzt automatisch häufiger angelegt werden. Diesem Bedürfnis sollten Mütter unbedingt nachkommen, auch wenn die Stillabstände aufgrund der sommerlichen Temperaturen sehr kurz ausfallen können. Wichtig ist, dass stillende Mütter selbst besonders viel trinken, um die Milchproduktion anzuregen und ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung zu haben.

Babys, die nicht oder nicht mehr gestillt werden, sollten zusätzliche Flüssigkeit bekommen. Die Swiss Society of Paedeatrics empfiehlt je nach Jahreszeit und Gesamtzustand des Kindes eine Gesamtflüssigkeitsmenge von 800 bis 1000 Milliliter pro Tag.

Besonders gut geeignet ist abgekochtes Wasser. Eine erfrischende Alternative ist auch gekühlte Wassermelone. Sie enthält besonders viel Flüssigkeit und lässt sich auch ohne Zähne schon lutschen. Frisch aus dem Kühlschrank oder dem Gefrierfach ist ein Stück Wassermelone ausserdem eine gesunde Abkühlung an heissen Tagen.

Die Kleidung regelmässig an die Aussentemperatur anpassen

sommer, baby, mit baby sommerBabys können ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren wie Erwachsene. Im Sommer ist es deshalb wichtig, ihre Kleidung immer wieder an die Aussentemperatur anzupassen. Bei einem Spaziergang in der warmen Sommersonne genügt leichte Kleidung aus atmungsaktiven Material, das die Feuchtigkeit gut aufnimmt. Ein Langarmbody und eine dünne lange Hose eignen sich hervorragend. Im Schatten ist an heissen Tagen auch Strampeln ohne Kleidung erlaubt. Statt des klassischen Stramplers mit Fuss empfehlen sich im Sommer leichte Baumwollsöckchen. Sie schützen die empfindliche Haut vor der Sonne, können bei Bedarf aber leicht ausgezogen werden.

Vor allem beim Wechsel zwischen sonnigen Aussenbereichen und kühleren Innenräumen sollte die Kleidung des Babys aber unbedingt angepasst werden, um ein Auskühlen nach dem Schwitzen zu verhindern. Es ist ratsam, beim Spaziergang immer ein leichtes Jäckchen oder eine Decke mitzunehmen, um bei einem Temperaturabfall sofort reagieren zu können.

Niemals ohne Kopfbedeckung ins Freie

Babys Köpfchen ist sehr empfindlich. Deshalb sollte es immer durch eine Kopfbedeckung geschützt werden. Das gilt übrigens nicht nur für direkte Sonneneinstrahlung. Auch im Schatten ist eine Kopfbedeckung ratsam. Ein leichtes Mützchen in einer hellen Farbe reicht aus. Der Schutz sollte aus atmungsaktivem Material bestehen und sich idealerweise mit einer Schnürung am Köpfchen befestigen lassen. Besonders praktisch sind Sonnenhütchen mit einem zusätzlichen Nackenschutz und einer breiten Krempe, die auch das Gesicht zuverlässig vor zu viel Sonne schützt.

Sonnenschutz ist Pflicht

Die Haut eines Babys ist viel empfindlicher gegenüber äusseren Einflüssen als die eines Erwachsenen. Im Sommer sollten Babys deshalb für jeden Aufenthalt im Freien gründlich eingecremt werden. Den besten Schutz bieten spezielle Sonnenschutzlotions für Neugeborene und Säuglinge mit einem Lichtschutzfaktor von 30 oder sogar 50. Es gibt sensitive Pflegeprodukte, die die Haut neben einem ausreichenden Sonnenschutz auch noch mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen.

Das Eincremen sollte schon 20 bis 30 Minuten vor dem Spaziergang erfolgen, damit der Sonnenschutz in der Haut bereits aktiv ist, wenn es nach draussen geht. Einzucremen sind sämtliche unbedeckten Körperstellen, von Kopf bis Fuss. Spätestens vor dem Schlafengehen sollte die Haut aber gründlich von sämtlichen Cremerückständen befreit werden. Sonnencremes sind meist sehr fettig und können die Poren der zarten Babyhaut verstopfen. Damit Baby Haut richtig atmen kann, sollte Sonnencreme deshalb nach einem sonnigen Tag immer sorgfältig mit lauwarmem Wasser und einem weichen Waschlappen abgewaschen werden.

Bitte niemals in die pralle Sonne

Auch wenn strahlendes Sommerwetter zum Sonnenbaden einlädt, sollten Babys niemals der direkten Sonne ausgesetzt werden. Direkte Sonneneinstrahlung kann auf der empfindlichen Haut schnell zu Sonnenbrand führen. Dieser ist nicht nur schmerzhaft, er kann auch das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken, stark erhöhen. Baby sollten das Sommerwetter deshalb immer im Schatten oder zumindest im Halbschatten geniessen.

Auch beim Spazierengehen im Kinderwagen sollten ein Sonnensegel oder ein Sonnenschirm dafür sorgen, dass immer ausreichend Schatten vorhanden ist.

Für angenehm kühle Nachtruhe sorgen

In den Sommermonaten heizen sich meist auch die Innenräume unangenehm auf. Die ideale Schlaftemperatur von 16 bis 18 Grad ist dabei auch nachts schwer zu erreichen. Babys Schlafplatz sollte auch tagsüber so kühl wie möglich gehalten werden. Klimaanlagen sind dafür wenig geeignet, da die Zugluft aus den Geräten schnell zu einer Erkältung führen kann. Besser ist es, den Raum, in dem das Baby schläft, in den kühleren Morgenstunden gründlich durchzulüften und anschliessend bei geschlossenen Fenstern abzudunkeln. So können die Temperaturen im erträglichen Bereich gehalten werden.

Zum Schlafen sollten Babys im Sommer nicht zu warm angezogen werden. Ein Body und ein dünner Schlafsack sind eine gute Kombination. Bei ganz heissen Temperaturen reicht auch ein Molltontuch als Decke.

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