

Wie bereite ich mein Kind auf den Kindergarten vor
Für viele Kinder beginnt mit dem Kindergarten ein ganz neuer Lebensabschnitt, auf den sie sich freuen, vor dem sie aber gleichzeitig auch etwas Bammel haben.
Nicht alle Kinder haben zuvor schon eine Krippe, Kita oder eine Spielgruppe besucht. Für sie wird es ein doppelt so einschneidendes Erlebnis werden, denn es wird das vielleicht erste Mal in ihrem Leben sein, dass sie alleine ohne Mami sind.
Auch der Gedanke, Spielsachen mit anderen zu teilen oder gar mit anderen zu spielen, fällt nicht allen Kindern gleich leicht.
Aber auch manche Eltern schauen dem Eintritt ihres Kindes in den Chindsgi mit gemischten Gefühlen entgegen. Wird das Kind die neuen Herausforderungen meistern? Kommt es mit den anderen aus? Kann es sich behaupten? Hat es Heimweh und weint nur?
Babywelten hat Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihrem Kind den Eintritt in den Kindergarten erleichtern können. Und – sind wir ehrlich – wenn wir wissen, dass es unserem Kind gut geht und es glücklich ist, dann sind auch unsere Ängste und Befürchtungen verflogen.
10 Tipps: So helfen Sie Ihrem Kind beim Chindsgi-Eintritt in den Kindergarten
- Gewöhnen Sie Ihr Kind an kurze Trennungen: Beginnen Sie bereits ein paar Monate vor dem Kindergarten damit, Ihr Kind kurz alleine zu lassen. Verabreden Sie sich mit anderen Müttern und lassen Sie Ihr Kind kurz in der Obhut der anderen Familie oder geben Sie Ihr Kind für eine kurze Zeit ins Kinderparadies in einem Shoppingcenter, wo es unter Aufsicht mit anderen spielen kann. Ideal ist es, wenn Ihr Kind schon regelmässig eine Spielgruppe besucht oder in die Kita geht.
- Fördern Sie die Vorfreude auf den Kindergarten: Erzählen Sie von den schönen, positiven Seiten des neuen Lebensabschnitts. Erklären Sie ihrem Kind, wie es mit anderen spielen kann, wie es grösser wird und wichtige Aufgaben bekommen wird, wie es Dinge lernen kann, die ihm im Alltag helfen.
- Stärken Sie die Selbständigkeit: Lassen Sie Ihr Kind erste, kleine Aufgaben im Alltag selbst tun. Sie helfen ihm damit, sein Selbstvertrauen zu entwickeln und sein Selbstbewusstsein zu stärken.
- Zeigen Sie Ihrem Kind den Kindergarten: Laufen Sie mit Ihrem Kind immer mal wieder am Kindergarten vorbei, sodass es erste Einblicke in das Leben der Kinder dort erhält. Vielleicht hat der Kindergarten einen Spielplatz, den sie mit ihm auch besuchen können. Vielleicht kann Ihr Kind an einem kindergartenfreien Mittwochnachmittag durch die Scheiben ins Innere „gügsle“ J !
- Weg einüben: Laufen Sie mit Ihrem Kind immer wieder den Weg zum Chindsgi. Machen Sie Ihr Kind dabei auf mögliche Gefahren (Fussgängerstreifen etc.) aufmerksam und üben Sie das richtige Verhalten ein. Wahrscheinlich werden Sie die ersten Tage Ihr Kind dann noch in den Chindsgi begleiten. Aber das Ziel sollte sein, dass es schon bald den Weg alleine meistern kann.
- Schnupper-Besuchstag: Besuchen Sie mit Ihrem Kind den Schnupper-Besuchstag, den die meisten Kindergärten anbieten. So kann es zusammen mit Ihnen die neue Umgebung erkunden und Schwellenängste abbauen.
- Neugierde stärken: Wenn Ihr Kind jüngere Geschwister hat, wird es vielleicht eifersüchtig sein, weil das jüngere Geschwisterchen noch bei Ihnen bleiben darf. Wecken Sie seine Neugierde, dass es im Chindsgi ganz viel Tolles erleben darf. Erklären Sie ihm, was Sie (und das Geschwisterchen) machen, während es im Kindergarten ist.
- Znünitasche kaufen: Lassen Sie Ihr Kind selbst eine Znünitasche aussuchen, die ihm besonders gefällt. Kaufen Sie mit ihm gemeinsam aber auch die Finken.
- Chindsgi-Tüte: In anderen Ländern ist es üblich, dass Schulkinder an ihrem ersten Schultag eine Tüte mit Süssigkeiten bekommen. Sie können natürlich auch den ersten Chindsgi-Tag zum Festtag machen und Ihrem Kind einen süssen Eintritt ermöglichen.
- Geduld, Geduld, Geduld: Auch wenn Ihr Kind jetzt vielleicht todunglücklich ist oder gar täubelet, weil es nicht in den Chindsgi will, versuchen Sie „hart“ zu bleiben. Bestärken Sie es immer wieder, dass es ihm bestimmt gefallen wird und dass es, ob es will oder nicht, in den Kindergarten muss. Wie alle Kinder in der Schweiz.



