
Desensibilisierung / Immuntherapie bei Allergie
Die Desensibilisierung (Immuntherapie oder Hyposensibilisierung), also das „unempfindlich machen“, ist eine Art „Impfung des Immunsystems“ mit ganz kleinen Mengen des allergieauslösenden Stoffes. So kann der Körper langsam einen Schutz aufbauen, der später eine allergische Reaktion verhindern soll.
Bei einer Desensibilisierung/ Immuntherapie werden dem Patienten die entsprechenden Allergene in steigender Dosierung unter die Haut gespritzt oder als Tabletten/Tropfen unter die Zunge gelegt.
Die Therapie ist oftmals eine Langzeitbehandlung und kann ohne weiteres zwei bis drei oder mehr Jahre dauern. Die Dauer ist von der individuellen Reaktion abhängig.
Bevor mit einer solchen Therapie begonnen werden kann, müssen durch einen Facharzt erst alle Auslöser der Allergie gefunden und definiert werden.
Eingesetzt wird eine Desensibilisierung bei
- Pollenallergie
- Hausstaubmilbenallergie
- Tierallergie
- Schimmelpilzallergie
- Insektengiftallergien (Bienengift und Wespengift)
Eine solche Desensibilisierung ist bis heute die einzige Therapie, bei der die Ursachen einer Allergie geheilt werden. Sie wird von Kinderärzten besonders bei Pollen- und Tierhaar-Allergien empfohlen – mit guten Erfolgschancen (bis zu 90%!).
Artikel teilen:
Quellen:
- AHA Allergiezentrum Schweiz, Desensibilisierung, www.aha.ch (Abrufdatum 2.10.2014)


