Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Die Frühsommer-Meningoenzephalitits FSME oder Zeckenenzephalitis (Enzephalitis = Gehirnentzündung) ist eine Infektionskrankheit, die durch das FSME-Virus hervorgerufen wird. Sie wird bei einem Zeckenstich übertragen. Die Übertragung erfolg sofort.
In der Schweiz kommen jährlich rund 200 Fälle vor. Das Bundesamt für Gesundheit gibt eine jährlich aktualiserte Karte der gefährlichen Gebiete heraus. Die aktuelle Detailkarte finden Sie hier.
Krankheitsbild
Eine bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich kann es zu grippeartigen Symptomen kommen. Bei vielen Betroffenen treten jedoch keine Krankheitszeichen auf.
Bei 5 bis 15 % der Erkrankten kommt es nach einer beschwerdefreien Zeit zum Befall des zentralen Nervensystems mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Lichtscheu, Schwindel, Konzentrations- und Gehstörungen. Diese können Wochen bis Monate andauern und können bis zu Lähmungen der Arme, Beine oder Gesichtsnerven, bzw. zu bleibenden Behinderungen führen.
In zirka 1 % der Fälle mit neurologischen Symptomen führt die Krankheit zum Tod.
Eine Behandlung von FSME ist nicht möglich.
Impfung als Prävention
Als Vorbeugung gegen FSME gibt es eine wirksame Impfung. Das Bundesamt für Gesundheit emfpiehlt die Impfung für alle Personen über sechs Jahren, die in den Risikogebieten wohnen oder sich dort zeitweise im Freien aufhalten.
Kinder unter 6 Jahren brauchen im Normalfall noch nicht geimpft werden, da schwere Erkrankungen in dieser Altersgruppe selten sind. Denn kleine Kinder halten sich in der Regel kaum in den gefährdeten Wäldern und Wiesen auf.
Die Kosten für die FSME-Impfung werden bei Personen, die in Gebieten mit Impfempfehlungen wohnen oder sich zeitweise dort aufhalten, durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung übernommen (abzüglich Franchise und Selbstbehalt).
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Quellen:
- Bundesamt für Gesundheit, Aktualisierung und neue Darstellung der Karte mit Impfempfehlung für Frühsommer-Meningoenzephalitis, map.geo.admin.ch (Abrufdatum 9.6.2015)
- Bundesamt für Gesundheit und Eidgenössische Kommission für Impffragen, Schweizerischer Impfplan 2015
