

Ablauf einer In-vitro-Fertilisation (IVF)
Gewinnung der Eizellen
Damit man die reifen Eizellen aus den Eierstöcken zu holen, müssen Sie ins Spital bzw. In die Kinderwunschklinik. Sie dürfen vorher nichts essen (nüchtern sein), damit man im Notfall eine Bauchspiegelung oder Bauchoperation durchgeführt werden kann. Lassen Sie sich auch von Ihrem Partner zu Klinik fahren oder benützen Sie öffentliche Verkehrsmittel. Denn wegen der Medikamente wird Ihnen geraten, nach dem Eingriff nicht selbst Auto zu fahren.
Vor der Punktierung erhalten Sie eine Sonde angelegt, dies für den Notfall. Die Punktierung der Follikel in den Eierstöcken selbst wird vaginal unter der Beobachtung von Ultraschall durchgeführt. Dieser Eingriff dauert rund 10 bis 15 Minuten und erfolgt meist ambulant.
Im Normalfall ist keine Narkose notwendig. Wenn Sie jedoch Angst vor dem Eingriff haben, oder es die Lage der Eierstöcke erfordert, kann auch eine Narkose gemacht werden.
Nach der Punktierung werden Sie Scheidenkapseln oder eine Crème erhalten mit dem natürlichen Gelbkörperhormon Progesteron. Dieses Hormon sollten Sie nun regelmässig zu sich nehmen, damit sich die Gebärmutterschleimhaut aufbaut und optimal für die Schwangerschaft vorbereitet. Das Progesteron sollten Sie mindestens bis zum Schwangerschaftstest, in der Regel jedoch bis SSW 12 täglich anweden.
Insemination
Sofort nach der Follikelpunktion wird die Flüssigkeit aus den Follikeln ins Labor gebracht. Ein Biologe untersucht, ob sich in der Flüssigkeit auch tatsächlich Eizellen befinden.
Dann ist Ihr Partner an der Reihe. Er wird sein Sperma ejakulieren, das im Labor aufbereitet, sogenannte „gewaschen“ wird. Dabei wird das Plasma von den Spermien getrennt, so dass eine reine Lösung von Samenfäden in einem speziellen Kulturmedium übrigbleibt. Dazu mischt man das Ejakulat mit einem Kulturmedium und zentrifugiert es anschliessend. Die schweren Spermien sinken Boden ab. Nun wird von oben die Flüssigkeit abgesaugt, sodass nur noch die Spermien übrig bleiben. Sie werden wiederum in einer Kulturflüssigkeit aufgelöst.
Nun schwimmen die beweglichen Samenfäden oben auf. Mit einer dünnen Kanüle werden Sie abgesaugt und sind nach drei bis sechs Stunden bereit auf die Eizelle losgelassen zu werden. Pro Eizelle werden rund 100’000 bewegliche Spermien verwendet.
Embryokultivierung
Nun liegt es an der Natur, dass die Eizellen auch wirklich befruchtet werden. Zwei bis drei Tage lang bleiben die Eizellen in einem Brutschrank.
16 bis 18 Stunden nach der Insemination werden die Eizellen erstmals unter dem Mikroskop kontrolliert. Bei der zweiten Kontrolle nach 40 bis 64 Stunden sollte man bereits sehen, ob sich die Eizelle zu teilen bedonnen hat und zwei oder gar acht Zellen entstanden sind.






