In-Vitro-Fertilisation (IVF)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 21. Juni 2017

Die In-Vitro-Fertilisation (IVF) ist eine Befruchtung der Eizelle im Reagenzglas (vitro= Glas). Babywelten erklärt, welche Chancen und Risiken dieser Reproduktionstechnik bestehen.

Erfolgschancen

Die Chancen für eine Schwangerschaft sind in den letzten Jahren gestiegen: Wurden 2002 noch 33.2% nach einer IVF oder ICSI schwanger, so wurden 2014 bereits 37.1% der behandelten Frauen schwanger. Das Risiko, Zwillinge oder gar Drillinge zu gebären, liegt bei rund 17%. Damit ist rund jedes fünfte durch medizinisch unterstützte Fortpflanzung gezeugtes Kind ein Mehrling

Die Erfolgschancen bei IVF sind unter anderem auch abhängig vom Alter der Frau: Je jünger eine Frau ist, desto grösser ist die Chance, dass Sie nach einer IVF schwanger wird.

Das Universitätsspital Zürich spricht bei IVF und ICSI allgemein von einer Schwangerschaftsrate von 40 Prozent. Gemäss Zahlend des Bundesamtes für Statistik liessen sich 2014 6'269 Frauen bei 11'273 Zyklen behandeln.

Chance auf ein Baby nach sechs Behandlungen

Eine neue Studie aus Grossbritannien mit 160'000 Frauen, die sich einer IVF-Behandlung unterzogen haben, besagt, dass rund 65% der Frauen spätestens nach sechs Behandlungen ein Baby zur Welt bringen konnten. Somit sei es ratsam, nach der dritten oder vierten erfolglosen Behandlung noch nicht aufzuhören.

Durchschnittlich brauchten Frauen über 35 Jahre alt vier Jahre, bis sie schwanger wurden. Im ersten Zyklus sind 29.5 % schwanger geworden, Bei Frauen unter 40 Jahren wurden 32.3% bei der ersten Behandlung schwanger. Nach maximal sechs Behandlungen konnten 68,4% ein Baby zur Welt bringen.

Für Frauen im Alter von 40 bis 42 Jahren betrug die Geburtenrate für den ersten Zyklus 12,3%. Nach sechs Zyklen konnte immerhin fast jede dritte Frau ein Baby zur Welt bringen (31,5%).

Schlecht standen die Chancen für Frauen über 42 Jahre. Die Statistik zeigte, dass weniger als 4% pro Zyklus schwanger wurden und ein Kind zur Welt bringen konnten.


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Quellen:

  • Andrew D. u.a., Live-Birth Rate Associated With Repeat In Vitro Fertilization Treatment Cycles, doi:10.1001/jama.2015.17296, jama.jamanetwork.com (Abrufdatum 27.12.2015)
  • Bundesamt für Statistik, Medizinisch unterstützte Fortpflanzung, www.bfs.admin.ch (23.3.2016)
  • Jennifer L. Marino, Vivienne M. Moore, Kristyn J. Willson u.a., Perinatal Outcomes by Mode of Assisted Conception and Sub-Fertility in an Australian Data Linkage Cohort, January 08, 2014, DOI: 10.1371/journal.pone.0080398, www.plosone.org (10.1.14)
  • Universitätsspital Zürich, Broschüre „Kinderwunsch“ (8. 2011) / www.repro-endo.usz.ch
  • Wunschkinder, www.wunschkinder.net (3.2013)
  • Fotos: © Monkey Business - Fotolia.com