Nachteile und Risiken IVF (künstliche Befruchtung)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 2. Juni 2019

Immer mehr Paare bekommen keine Kinder und versuchen es mit einer IVF, doch noch Eltern zu werden. Welche Nachteile und Risiken birgt ene künstliche Befruchtung?

Vor über 40 Jahren wurde das erste Baby, das heute noch lebt, im Reagenzglas gezeugt. Seither leben auf der Welt Millionen von Kindern und Erwachsene, die nicht auf natürlichem Wege gezeugt werden.

Welche Risiken und Gefahren bringt eine Invitro-Fertilisation mit sich? Erst langsam beginnt die Wissenschaft dieses Kapitel aufzuarbeiten.

Keine Schwangerschaft

IVF, nachteile, künstliche BefruchtungEs kann sein, dass in einem Behandlungszyklus keine Follikel heranwachsen, sodass gar keine Eizellen gewonnen werden können. Oder dass sich die Eizellen nicht weiter entwickeln. Der Grund dazu ist nicht im IVF-Verfahren zu suchen, sondern liegt wohl an der eh schon sehr geringen Fruchtbarkeit der Betroffenen.

Die Erfolgschancen bei IVF sind unter anderem auch abhängig vom Alter der Frau: Je jünger eine Frau ist, desto grösser ist die Chance, dass Sie nach einer IVF schwanger wird. Grundsätzlich liegt er Schnitt bei 37.1%.

Das Universitätsspital Zürich spricht bei IVF und ICSI allgemein von einer Schwangerschaftsrate von 40 Prozent. Gemäss Zahlend des Bundesamtes für Statistik liessen sich 2014 6'269 Frauen bei 11'273 Zyklen behandeln.

Mehrlingsschwangerschaft

risiko, invitro, mehrlinge, zwillinge, drillingeGross ist das Risiko auch, Zwillinge oder gar Drillinge zu gebären. In der Schweiz liegt es bei rund 17%. Damit ist rund jedes fünfte durch medizinisch unterstützte Fortpflanzung gezeugtes Kind ein Mehrling.

Da in der Schweiz höchstens drei Eizellen eingepflanzt werden. Damit ist das höchste Risiko eine Drillingsschwangerschaft. Anders im Ausland, vor allem in den USA, wo keine Obergrenzen existieren. Da können deshalb schon mal Fünf- oder gar Sechslinge ausgetragen werden müssen.

Bei jeder hormonellen Stimulierung der Eizellenreifung besteht die Gefahr, dass mehrere Eizellen reifen und es zu Zwillingen (selten Drillingen) kommt. Da bei der IVF mehrere Eizellen in die Gebärmutter einsetzt werden, besteht das Risiko, dass es Mehrlinge gibt.


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Quellen:

  • 1 Théo A. Meister u.a., Association of Assisted Reproductive Technologies With Arterial Hypertension During Adolescence, DOI: 10.1016/j.jacc.2018.06.060, www.onlinejacc.org (Abrufdatum 2.6.2019)
  • 2 Urs Scherrer u.a., Systemic and Pulmonary Vascular Dysfunction in Children Conceived by Assisted Reproductive Technologies, DOI/10.1161/CIRCULATIONAHA.111.071183Circulation. 2012, www.ahajournals.org (2.6.2019)
  • Andrew D. u.a., Live-Birth Rate Associated With Repeat In Vitro Fertilization Treatment Cycles, doi:10.1001/jama.2015.17296, jama.jamanetwork.com (Abrufdatum 27.12.2015)
  • Bundesamt für Statistik, Medizinisch unterstützte Fortpflanzung, www.bfs.admin.ch (23.3.2016)
  • Universitätsspital Zürich, Broschüre „Kinderwunsch“ (8. 2011) / www.repro-endo.usz.ch
  • Wunschkinder, www.wunschkinder.net (3.2013)
  • Fotos: © Monkey Business - Fotolia.com