Übersicht Kinderwunschbehandlungen (Reproduktionsmedizin)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 23. März 2016

Wenn es auf natürlichem Weg nicht klappt, dann hilft vielleicht die Medizin. Die Reproduktionstechniken haben in den letzten Jahren grosse Fortschritte gemacht. Babywelten zeigt, welche Möglichkeiten es gibt, den Kinderwunsch trotz Problemen zu erfüllen und wie das funktioniert.

Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten

Medikamente / Hormonelle Stimulation

Hormonspritze, hormonelle behandlung, kinderwunschBei etwa 30 bis 40% der betroffenen Frauen liegt die Ursache für den unerfüllten Kinderwunsch bei hormonellen Störungen. Die Behandlung besteht in diesem Fall aus einer Stimulation der Eierstöcke durch hormonähnliche Medikamente - in Form von Tabletten oder Spritzen.

Dabei unterscheidet man:

  • Stimulierung der Eierstöcke
  • Anregung der Eireifung
  • Auslösung des Eisprungs

Die Kosten belaufen sich auf 500 bis 2000 Franken pro Zyklus. Die Hormontherapie wird für mindestens sechs, maximal 12 Zyklen pro Schwangerschaft durch die Grundversicherung der Krankenkasse gedeckt. Die Chance auf eine Schwangerschaft beträgt rund 30 Prozent.

Insemination (Intrauterine Insemination IUI)

Insemination, isi, kinderwunsch, babyLiegt der Grund für die Kinderlosigkeit beim Partner, bzw. bei seiner Samenqualität, kann eine Insemination helfen. Dabei wird der zuvor aufbereitete Samen mit einem dünnen Schlauch (Katheter) via Vagina direkt in die Gebärmutterhöhle gebracht. So müssen die Spermien den zähen Schleim im Gebärmutterhals nicht erst noch durchschwimmen und können sich sofort auf die „Suche nach dem Ei“ machen, das sie dann befruchten können. Der Eingriff ist schmerzfrei und geschieht ohne Betäubung in wenigen Minuten.

In der Regel wird die Insemination zusammen mit einer hormonellen Stimulation durchgeführt.

Man unterscheidet zwischen der homologen Insemination (mit Spermien des eigenen Partners) und einer heterologen Insemination (Spermien eines fremden Mannes).

Der Eingriff kann von Ihrem Gynäkologen oder in einer Klinik gemacht werden. Die Behandlung wird von den Krankenkassen übernommen – bis maximal drei Versuche pro Schwangerschaft, jedoch nicht bei einer Fremdspende. Empfohlen wird vor Behandlungsbeginn von der Krankenkasse eine Kostengutsprache einzuholen. Die Chancen auf eine Schwangerschaft liegen bei rund 10-15 Prozent pro Versuch.


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Quellen: