Zika-Virus: Das sollten Sie bei Kinderwunsch beachten

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 20. August 2016

Wenn Sie schwanger werden möchten, sollten Sie ganz besondere Vorsichtsmassnahmen in Bezug auf das Zikavirus treffen. Babywelten sagt Ihnen welche.

Seit Herbst 2015 treten in Lateinamerika und inzwischen auch in anderen Ländern Krankheitsfälle auf, die auf das Zika-Virus zurückzuführen sind.

In 60 bis 80 % der Fälle verläuft eine Infektion mit dem Zika-Virus symptomlos. In den übrigen 20 bis 40 % der Fälle können bei sonst gesunden Erwachsenen mittelschwere Symptome wie leichtes Fieber, Hautausschlag mit roten Punkten, Kopfschmerzen, Gelenk- und Muskelschmerzen auftreten. Manchmal kommt es zu einer nicht eitrigen Bindehautentzündung und seltener zu Erbrechen.

Damit wäre das Zika-Virus nicht so schlimm.

mikrozephalie, zika, zika virus, schwanger, baby Zahlreiche Elemente weisen darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen der Ansteckung mit dem Zika-Virus und der sogenannten Mikrozephalie mehr als wahrscheinlich ist. Das ist eine Missbildung des Schädels und des Gehirns bei Neugeborenen. Wie das Bild zeigt, haben diese Babys einen viel kleiner Kopf.

Wie steckt man sich mit dem Zika-Virus an?

tigermücke, tiger mücke, stich, zika, übertragungDie Übertragung des Virus erfolgt durch Tiger-Stechmücken (Aedes-Mücken). Möglich ist aber auch eine Ansteckung durch sexuelle Kontakte mit erkrankten Personen.

Das Zika-Virus wird durch den Stich einer infizierten Tiger-Stechmück (Aedes-Mücken) übertragen. Diese Mücke ist auch für die Übertragung des Dengue- und des Chikungunyafiebers verantwortlich. Die Mücke steckt sich an, indem sie eine infizierte Person sticht, und überträgt das Virus dann an eine andere Person aber auch an ihre Nachkommen.

Was sollten Sie beachten, wenn Sie schwanger werden möchten?

Wenn Sie sich ein Baby wünschen, sollten Sie besondere Vorsichtsmassnahmen treffen. Als erstes wird empfohlen, nicht in ein Risikogebiet zu reisen. Eine stets aktuelle Liste der Risikogebiete finden Sie unter: www.paho.org (in englisch). Seit August gehört neben Mittel-und Südamerika auch die US-Stadt Miami zu den Risikogebieten.

Wenn Sie oder Ihr Partner beruflich oder auch privat dennoch in ein Zika-Gebiet reisen, dann empfiehlt Ihnen die WHO und das Bundesamt für Gesundheit folgendes:

Vorsorgemassnahmen im Land

Es gibt bislang noch keinen Impfstoff oder spezifische Medikamente gegen das Zika-Virus. Deshalb müssen Sie alles Mögliche tun, damit Sie nicht gestochen werden. Dazu gehören:

  • Tragen Sie lange, helle, körperbedeckende Kleidung (lange Ärmel, lange Hosen/Röcke)
  • Verwenden Sie Mückenschutz
  • Schlafen Sie zur Sicherheit unter einem Moskitonetz
  • Lassen Sie im Hotelzimmer die Klimaanlage laufen und halten Sie Fenster und Türen geschlossen
  • Meiden Sie arme Gegenden ohne fliessend Wasser
  • Beachten Sie bei sexuellen Kontakten die Safer-Sex-Regeln

Vorsorgemassnahmen nach der Rückkehr aus einem Zikaland

  • Warten Sie mindestens drei Monate nach der Rückkehr damit, schwanger zu werden. Auch nach der Rückkehr Ihres Partners, denn das Zikavirus kann im Sperma überleben.
  • Praktizieren Sie während diesen drei Monaten "safer sex".
  • Wenn innert zwei Wochen nach der Rückkehr Fieber, Hautausschlag, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Bindehautentzündung auftreten, sollte Sie einen Arzt/eine Ärztin aufsuchen.
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Quellen: