Zwillinge in der 20. Woche (SSW19)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 28. November 2016

2. Trimester: Sie sind in Schwangerschaftswoche 19 (SSW 19 + 0-6). Ihre Gebährmutter drückt immer mehr auf Magen und Blase.

  • Grösse 14 cm (SSL - Scheitel-Steiss) - so gross wie ein Apfel oder 24 cm (SFL = Scheitel-Fersen-Länge)
  • Kopfdurchmesser BIP: 47 mm
  • Gewicht 200 gr
  • Sie sind 19 Wochen schwanger (SSW 19) oder in der 20. Schwangerschaftswoche

Fötus SSW 19, zwiling

Inhalt

Wahrscheinlich haben Sie nun Erfahrung mit einer neuen Schwangerschaftsbeschwerde gemacht: Dem Sodbrennen.

Die wachsende Gebärmutter drückt immer stärker auf Ihren Magen. Gleichzeitig erschlafft der Schliessmuskel der Speiseröhre, der den Magen nach oben abgrenzt, durch die hormonellen Veränderungen. Er kann also den Magensaft nicht mehr im Magen zurückhalten, sodass dieser ein wenig in die Speiseröhre fliesst. Das löst Sodbrennen aus.

Besonders wenn Sie liegen, können Sie Sodbrennen bekommen.

Sie können dem Sodbrennen vorbeugen, indem Sie mehrmals tägliche kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen, statt nur dreimal pro Tag je eine grosse. Zudem könnte es helfen, wenn Sie beim Liegen das Kopfteil etwas höher stellen. Hier finden Sie weitere Tipps.

Toilettengänge

zwiliingsschwangerschaft, sodbrenne, toiletteGleichzeitig drückt die wachsende Gebärmutter auf die Blase. Nun beginnt sie also erneut, die Zeit des häufigen WC-Gehens. Sie werden wohl bald alle Toiletten Ihrer Umgebung kennen lernen. Zudem empfiehlt es sich, nun mit einem Beckenbodentraining zu beginnen, um das gelockerte Gewebe im Becken zu stärken.

Sie sollten nun sehr viel trinken, denn Ihr Körper braucht die Flüssigkeit, um beide Babys genügend zu versorgen. Wenn Sie zu wenig Wasser trinken, besteht die Gefahr, dass Ihr Körper dehydriert und die Wehen zu früh einsetzen könnten. Kämen Ihre Babys vor Abschluss von SSW 23 zur Welt, hätten sie keine Überlebenschance.

Trinken Sie deshalb täglich mindestens zwei Liter Wasser. Am besten halten Sie immer eine Flasche bei sich in der Nähe bereit.

Was die Schwangerschaftsbeschwerden betrifft, so könnten Sie nun ein leichtes Kribbeln in den Händen verspüren. Oder schlafen Ihre Arme und Hände häufiger ein? Der Grund ist, dass Ihr Körper unter Einfluss des Hormons Progesteron zusätzlich Flüssigkeit eingelagert hat, die jetzt auf die Armnerven drückt. Man nennt dies auch Karpaltunnelsyndrom.

Da bei einer Zwillingsschwangerschaft mehr Progesteron ausgeschüttet wird, kann es auch schneller zu Wassereinlagerungen kommen.


Artikel teilen:

Quellen:

  • Schiebler, T.H.; Korf, H.-W.: Anatomie: Histologie, Entwicklungsgeschichte, makroskopische und mikroskopische Anatomie, Topographie. Springer-Verlag GmbH, Heidelberg 2007
  • Visembryo. Pregnancy timeline. The Visible Embryo. www.visembryo.com (Abrufdatum 1.2013)
  • Foto: © Ilike - Fotolia.com