

Zwillinge SSW 2
Die Verschmelzung
In den nächsten elf Stunden verschmelzen Spermium und Eizelle miteinander und legen das genetische Material für die Entstehung eines Menschen an. Jede Eizelle und Spermium tragen einen halben Chromosomensatz in sich.
Es ist reiner Zufall, welches Chromosom eines jeden Paares, das wir Menschen in uns tragen, im Ei oder im Spermium vorhanden ist. Deshalb werden auch nie zwei Kinder von den gleichen Eltern gleich sein – es sei denn, es handelt sich um eineiige Zwillinge .
Mit dem Zusammengehen des Chromosomensatzes des Eis und des Spermiums wird das Erbgut Ihres Babys festgelegt. Nun ist klar, welche Haar- und Augenfarbe, aber auch welches Geschlecht es haben wird. Ob es eine Junge oder Mädchen wird, das hängt vom Chromosom des Spermiums ab: Wenn das Spermium ein X-Chromosom mitgebracht hat, wird es ein Mädchen, für einen Jungen braucht es ein Y-Chromosom.
Wenn zwei Eier gesprungen und befruchtet sind, entstehen zweieiige Zwillinge. Mehr dazu unter Eineiige oder zweieiige Zwillinge
Wenn hingegen nur ein Ei gesprungen ist und sich die Zelle in den nächsten Stunden und Tagen komplett teilt, dann können eineiige Zwillinge entstehen.
Mehr dazu unterEineiige Zwillinge (monozygotisch)
Das Wachstum beginnt
Während der ersten 12 Stunden nach der Befruchtung, bleibt die Eizelle eine einzelne Zelle.
Nach rund 30 Stunden teilt sich die eine Zelle in zwei Zellen.
Nach weiteren 15-20 Stunden teilen sich die zwei Zellen in vier und so weiter...
Am Ende von Tag 3 ist die befruchtete Eizelle zu einer Beeren-Struktur mit 16 Zellen gewachsen. Diese Struktur nennt man Morula – nach dem dem lateinischen Wort für Maulbeeren benannt.
Von nun an könnte sich die Keimzelle noch teilen. Dann würden eineiniige Zwillinge entstehen. Lesen Sie dazu: Entwicklung Zwillinge im 1. Monat
Die Blastozyste
Vier Tage nach der Befruchtung kommt der Zellklumpen in der Gebärmutter an und wächst weiter. Nach fünf bis sechs Tagen sind es über 200 Zellen, die Blastozyste ist entstanden.
Die Blastozyste scheidet ein Enzym aus das es ihr ermöglicht in die weiche Schleimhaut der Gebärmutterhöhle einzudringen und sich dort festzusetzen. Wenn es ihr nicht gelingt, sich in die Gebärmutterwand einzunisten, kann die Blastozyste nicht überleben. Die Schwangerschaft wird beendet und Sie werden eine – für wahrscheinlich ganz normale – Periode kriegen.
Kann sich die Balstozyste aber einnisten, beginnt die Ausscheidung des Hormons HCG (Human Chorion-Gonadotropin), das mit dem Schwangerschaftstest nachgewiesen werden kann und Ihnen damit verrät, dass Sie schwanger sind. Allerdings ist es derzeit noch so wenig Hormon, dass es nur im Blut nachgewiesen werden könnte, nicht aber mit einem normalen Schwangerschaftstest.
In Ihrer Gebärmutter bilden sich erstmals neue Blutgefässe, die später die Sauerstoffversorgung Ihres Babys sicherstellen. Die Plazenta beginnt deshalb anzuschwellen.
Herzlichen Glückwunsch, nun tragen Sie ein oder gar zwei Babys in sich!
Erfahren Sie, welches die ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft sind - noch Tage bevor Sie einen Schwangerschaftstest machen können.
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Hinweis: Diese Angaben sind allgemeine Richtwerte. Je länger eine Schwangerschaft dauert, desto individueller entwickeln sich ihre Babys. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen, wenn Ihre Daten von diesen Richtwerten leicht abweichen.
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Quellen:
- Visembryo. Pregnancy timeline. The Visible Embryo. www.visembryo.com [Stand Januar 2013]
- Mediline plus, www.nlm.nih.gov [Stand Feburar 2013]
- Video:Yasuyuki Mio u.a. ,Possible mechanism of polyspermy block in human oocytes observed by time-lapse cinematography. J. Assist. Reprod. Genet.: 2012, 29(9);951-6 PubMed 22695746, embryology.med.unsw.edu.au
- Fotos: Nina Ses - wikipedia
- Grafik: Lanzi aus deutschsprachigem Wikipedia




