Schwanger! Wie sag ich's meinem Chef?

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 21. August 2015

Wann Sie Ihren Chef über die Schwangerschaft informieren, bleibt Ihnen überlassen. Babywelten hat aber 7 Tipps, damit das Gespräch gut verläuft.

3. Gespräch vorbereiten

Stellen Sie sich vor: Sie hatten schon ein paar Wochen Zeit, sich an die neue Situation zu gewöhnen und erste Antworten auf Ihre Fragen zu finden. Ihr/e Vorgesetzt/in wird vor eine neue Situation gestellt, bei der es einige offene Fragen gibt. Ihr Vorgesetzter wird sich vor allem dafür interessieren:

  • Wann kommt das Baby? Wann also werden Sie im Mutterschaftsurlaub sein und er braucht dann einen Ersatz für Sie?
  • Wollen Sie nach dem Mutterschaftsurlaub wieder arbeiten?
    • Wenn ja, voll oder nur Teilzeit? Ab wann?
    • Wenn nein, wann werden Sie kündigen?

Wahrscheinlich haben Sie selbst auf all diese Frage noch keine Antwort. Aber es ist gut, wenn Sie darauf vorbereitet sind - und sei es auch nur, dass Sie antworten: "Das besprechen mein Partner und ich noch. Da gebe ich Ihnen bald Bescheid."

4. Wichtige Punkte aktiv ansprechen (Karriereplanung)

Im Allgemeinen - es gibt aber natürlich Ausnahmen - interessiert sich ihr Vorgesetzter weniger um Ihr Wohl als vielmehr um das der Firma bzw. seiner Abteilung. Sie müssen an sich denken. Deshalb sollten Sie die Ihnen wichtigen Fragen selbst ansprechen. Schreiben Sie die Themen auf einen Zettel, damit Sie in der Hitze des Gefechts nichts vergessen:

  • Karriere: Viele Schwangere machen die Erfahrung, dass eine anstehende Beförderung nach Bekanntwerden der Schwangerschaft nicht mehr erfolgte. Wenn Sie vor einer möglichen Beförderung stehen, sprechen Sie das Thema von sich aus an. Damit zeigen Sie ihrem Chef, dass Sie weiterhin Interesse an Ihrer beruflichen Karriere haben.
  • Lohnerhöhungen: Sprechen Sie Ihren Chef auf versprochene oder in Aussicht gestellte Lohnerhöhungen an. Solange diese nicht vertraglich vereinbart sind, können Sie Ihren Arbeitgeber nicht darauf behaften. Aber es zeigt, dass Sie auch weiterhin Interesse an Ihrer Arbeitsstelle haben und trägt zu einem guten Vertrauensverhältnis und Arbeitsklima bei.
  • Reduzieren des Arbeitspensum: Möchten Sie nach der Geburt weniger arbeiten? Dann sagen Sie das Ihrem Chef. Natürlich haben Sie kein Anrecht auf eine Teilzeitanstellung - aber ein Versuch ist es wert.
  • Gefährliche oder beschwerliche Arbeiten: Wenn Sie mit gefährlichen Gütern hantieren, schwere Lasten tragen oder beschwerliche Arbeiten ausführen müssen, dann sieht das Gesetz für Sie während der Schwangerschaft Erleichterungen vor. Eine Zusammenstellung finden Sie unter Arbeitsschutz. Sprechen Sie Ihren Arbeitgeber darauf an!

5. Vertrauensverhältnis stärken

Bleiben Sie während des Gesprächs ruhig und versuchen Sie, sich in die Situation Ihres Gegenübers zu versetzen. Ihr Chef wird wahrscheinlich neben den obigen auch Fragen beschäftigen wie:

  • Wer ersetzt Sie während des Mutterschaftsurlaubes?
  • Werden Sie überhaupt bis zur Geburt arbeiten können oder schreibt der Arzt Sie vorher krank?

Seien Sie deshalb nicht enttäuscht, wenn Ihr/e Vorgesetzte/r wahrscheinlich nicht gerade in Begeisterungsstürme ob Ihrer Schwangerschaft ausbricht.


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