Rituale und Traditionen zur Geburt in Afrika

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 4. Juni 2018

Geburtsrituale in Afrika dienen meist der Vertreibung von bösen Geistern.

Tansania: Nabelschnur als Kette

nabelschnur als halskette, geburtDie abgeschnittene Nabelschnur wird nach der Geburt zu einer Kette geknüpft, die das Neugeborene während 10 Tagen als Halskette trägt. Es bleibt in dieser Zeit im Haus und niemand darf es sehen. Erst nach 14 Tagen darf es nach draussen getragen werden - nicht jedoch von der Mutter. Diese muss - wie in asiatischen Ländern - 40 Tage im Haus bleiben, bevor sie ein Bad nehmen und nach draussen gehen darf.

Diese Tradition kennen auch die Ureinwohner von Australien, die Aborigines.

Togo: Wasser mit Kräuter

In Togo muss das Neugeborene die erste Woche im Haus verbringen. Erst nach sieben Tagen darf es erstmals nach draussen getragen werden. Dazu schüttet man aus einer Kalebasse (ein ausgehöhlter, getrockneter Kürbis) Wasser mit Kräutern über das Dach des Elternhaues. Sobald das Wasser über den Rand tropft, tragen die Eltern das Baby nach draussen. Dies soll das Baby auf alle Eventualitäten des Lebens vorbereiten und stark machen.

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Quellen:

  • Foto: barantza by fotolia.com