Kalium

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 11. Januar 2013

Kalium wirkt auf die Herzmuskeltätigkeit ein, ist für die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen zuständig und wird für die Blutdruckregulation benötigt.

Kalium ist ein Mineralstoff, der vor allem in Getreide, Obst und Gemüse zu finden ist, und zu den Elektrolyten gehört. Elektrolyte sorgen dafür, dass der so genannte osmotische Druck in den Körperzellen stimmt und helfen bei der Regulierung des Wasserhaushalts. Kalium hilft ausserdem, Enzyme zu aktivieren und ist damit für die Energieproduktion wichtig.

Zusammen mit Natrium und Calcium wirkt Kalium auf die Herzmuskeltätigkeit ein, ist für die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen zuständig und wird für die Blutdruckregulation benötigt.

Die Kaliumkonzentration im Blutserum sollte zwischen 3,5 und 5,0 Millimol pro Liter (mmol/l) betragen.

Der exakte Kaliumbedarf ist nicht genau festzulegen, da er bei jedem Menschen von einer Reihe von Einflüssen abhängig ist. Der empfohlene Wert von rund 2 Gramm/Tag ist deshalb ein Schätzwert. Kalium kann über die ganz normale, nährstoffreiche Ernährung zugeführt werden.

Sollten Sie dennoch das Gefühl haben, zu wenig Kalium einzunehmen, sprechen Sie mit Ihrer Ärtzin/ Ihrem Arzt. Nehmen Sie nie ohne Rücksprache zusätzliche Kalium-Supplements, denn es kann schnell zu einem Kaliumüberschuss kommen.

Wo finde ich Kalium?

Kalium finden Sie vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie:

  • Getreide und Gemüse (z.B. Kartoffeln, Spinat, Salat, Peterli)
  • Früchte (z.B. Avocados, Bananen, Aprikosen, Feigen, Honigmelonen, Kiwis, einige Beerensorten, Pfirsiche, Trauben), Nüsse

Einen geringeren Anteil Kalium hat es in Fleisch und Fisch.

Achtung: Wenn Sie Gemüse länger in Wasser liegen lassen oder kochen, geht das Kalium in die Flüssigkeit über – und wird oftmals mit der Flüssigkeit weggeschüttet.

(Angabe pro 100g)
Sojaschrot 2200 mg
Getrocknete, grüne Bohnen 1780 mg
Weizenkleie 1350 mg
Kürbiskerne 982 mg
Mandeln 860 mg
Bitterschoggi 827 mg
Pommes Frites 660 mg
Trockenfleisch 640 mg
Milchschoggi 635 mg
Spinat 592mg
Avocado 522 mg
Apfel, geschält 515 mg
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Quellen:

  • Bundesamt für Gesundheit (BAG), Bern Broschüre „Ernährung für die Schwangerschaft und Stillzeit“, Stand Dezember 2008
  • DACH-Referenzwerte, die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährungsforschung (SGE) sowie der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung (SVE) herausgegeben werden. "Die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr“, Umschau Braus GmbH, 2008
  • Palacios C, Pena-Rosas JP. Calcium supplementation during pregnancy for preventing hypertensive disorders and related problems : RHL commentary (last revised: 1 July 2011). The WHO Reproductive Health Library; Geneva: World Health Organization (Abrufdatum 1.0213)
  • Schweizerische Nährwertdatenbank – Bundesamt für Gesundheit, naehrwertdaten.ch (Abrufdatum 1.2013)