Dammriss/Dammschnitt (Episiotomie)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 7. März 2016

Bei der Geburt kann es zu einem Dammriss kommen, wenn der Kopf des Babys sehr gross ist. Sorgen Sie deshalb schon vor der Geburt dafür, dass Ihr Damm sich leicht weiten lässt.

Pflege eines Darmrisses/-schnittes

Ist Ihr Damm gerissen oder geschnitten worden, näht die Hebamme oder die Ärztin/der Arzt den Damm gleich nach der Geburt unter lokaler Betäubung. Im Allgemeinen heilen Dammrisse dann ohne Komplikationen rasch ab.

Weiterlesen: Versorgung Dammriss / Dammschnitt

Wurde allerdings die Muskulatur verletzt, können Sie mit kühlenden Kompressen Blutergüsse mildern und die Heilung fördern. Bei Dammrissen dritten und vierten Grades sollten Sie zudem noch auf eine entsprechende Ernährung achten.

Allerdings: Je nach Grösse der Verletzung können Sie die Wunde noch Monate später spüren - oder gar nicht. Grössere Verletzungen werden zudem oft von Hämatomen begleitet. Diese können Ihnen mehr Beschwerden machen als die Wunde selbst.

Arzneipflanzen, die bei Darmriss/-schnitt heilen helfen

Sitzbäder und Kompressen können die Wunden rascher zum Abklingen bringen.

  • Machen Sie mit Ringelblumen kalte Kompressen, und legen diese auf.
  • Sitzbäder mit Hamameliswasser oder einem Tee aus Schafgarbenkraut, Ringelblumenblüten, Rosmarinblättern, Beinwellwurzel und Kamillenblüten

Geschichte des Dammschnitts

Der erste Dammschnitt wurde im 18. Jahrhundert dokumentiert. Als die Frauen ihre Babys immer häufiger in Kliniken statt zu Hause auf die Welt brachten, stieg die Dammschnittrate an und erreichte in den 70er Jahren ihren Höhepunkt (rund 90% aller Geburten). Inzwischen ist man vom Schnitt wieder abgekommen und lässt den Damm lieber reissen.

Wurden 2000 in der Schweiz noch bei jeder dritten Frau bei einer Spontangeburt ein Dammschnitt gemacht, war dies 2004 nur noch bei 25% der Geburten der Fall. Seither nimmt die Zahl der Dammschnitte weiter ab.

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Quellen: