10 Tipps Geburtsschmerzen natürlich zu lindern

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 31. Januar 2019

Es gibt ganz verschiedene Wege, die Wehenschmerzen zu lindern.

7. Massage

massage, geburt, geburtsschmerzenEs gibt Frauen, die halten es kaum aus, wenn man sie während der Geburt berührt. Andere hingegen finden eine Massage äusserst wohltuend und entspannend.

Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, bitten Sie Ihren Partner oder die Hebamme, Ihnen den Rücken, vor allem das Kreuzbein oder die Füsse zu massieren. Wenn dazu noch ein fein duftendes Aromaöl verwendet wird, kann das zur Entspannung beitragen.

Sagen Sie Ihrem Partner, wenn Sie eine ruhigere, langsamere Massage wünschen, um sich zu entspannen. Oder wenn er kräftiger drücken soll. Denn je fester die Massage ist, umso besser wird die Endorphin-Ausschüttung in ihrem Körper angeregt. Endorphine helfen Ihnen, das Wohlbefinden zu steigern und können Schmerz hemmen.

Vielleicht aber bevorzugen Sie auch nur das feine Massieren Ihrer Schläfen oder der Kopfhaut. Wie auch immer: Zögern Sie nicht, Ihre Wünsche zu äussern.

8. Badewanne

Vielleicht hilft es Ihnen, den Schmerz ohne Anästhesie zu ertragen, wenn Sie sich im warmen Wasser aufhalten. In fast jeder Gebärstation gibt es heute deshalb Gebärwannen, die speziell geformt sind, dass Sie sich darin wohl fühlen.

Gemäss Studien haben Frauen, die in warmem Wasser ihr Baby zur Welt bringen, weniger auf schmerzstillende Massnahmen oder eine Epiduralanästhesie zurückgreifen müssen. Der Grund dafür mag wohl sein, dass der Wasserdruck den Sog mindert und das Baby im Becken so mehr Bewegungsfreiheit hat. Zudem wird in der letzten Phase, der Austreibungsphase, der Damm durch den Wasserdruck geschützt, sodass Risse seltener sind.

9. Alternative Therapien

Inzwischen haben viele Hebammen Zusatzausbildungen gemacht und können Ihnen auch mit Akupunktur, Aromatherapie oder Homöopathie helfen, die Schmerzen zu lindern. Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme, was alles möglich sein kann.

Akupunktur

Die Akupunktur ist heute sehr weit verbreitet. Viele Hebammen haben entsprechende Kurse besucht und wenden die Akupunktur während der Geburt an.

Dabei werden drei Wirkungen unterschieden:

  • Lokale Wirkung: Freisetzung von Gewebshormonen, welche die sogenannten Nozizeptoren, also die Zellen, die Schmerz weiterleiten, beeinflussen.
  • Segmentale Wirkung: Die Nervenfasern, die den Schmerz weiter zum Hirn leiten, werden gereizt, sodass das "Schmerzsignal" gedämpft wird.
  • Zentrale Wirkung: Es werden Endorphine ausgeschüttet, die Ihr Schmerzempfinden hemmen.

Akupunktur sollte möglichst früh angewendet werden, also noch bevor Sie Schmerz empfinden.

10. Liebe

Und last but not least: Die Liebe Ihres Partners, die Vorfreude auf Ihr Baby - all das wird Ihnen helfen, die Schmerzen zu ertragen. Denn der Lohn dafür ist unendlich gross: Sie werden bald als Mami Ihr eigenes Baby in Ihre Arme schliessen können. Ihr Partner wird Ihnen dabei helfen - und stolz auf Sie und Ihre Leistung sein!

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Quellen:

  • Smith CA, Collins CT, Cyna AM, Crowther CA, Complementary and alternative therapies for pain management in labour, summaries.cochrane.org (Abrufdatum 9.2013)
  • Jones L, Othman M, Dowswell T, Alfirevic Z, Gates S, Newburn M, Jordan S, Lavender T, Neilson J, Pain management for women in labour – an overview, summaries.cochrane.org (Abrufdatum 9.2013)
  • Foto: ©k Zenon / Olly1 / Monkeybusiness / Schwede Photodesign / Langstrup - Fotolia.com