Kaiserschnitt

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 17. November 2014

Jede dritte Geburt in der Schweiz ist ein Kaiserschnitt. Vor allem gibt es immer mehr geplante Kaiserschnitte. Babywelten erklärt, wann es einen Kaiserschnitt geben muss.

Der ungeplante Kaiserschnitt

Wenn Sie eigentlich vaginal gebären wollen, aber mitten in der Geburt treten Komplikationen auf, die ein rasches Eingreifen erfordern, kann es sein, dass Sie in den OP gerollt werden und man Ihr Baby per Kaiserschnitt herausholt. Das kann sein bei:

  • Herzfrequenz des Babys wird unregelmässig.
  • Die Geburt dauert zu lange und das Baby wird zu schwach.
  • Das Baby rutscht nicht in den Geburtskanal.
  • Nabelschnur rutscht vor dem Baby durch den Muttermund. So kann sie gequetscht werden und dadurch kann die Sauerstoffzufuhr zu Ihrem Baby unterbrochen werden.
  • Die Plazenta wurde abgerissen oder ist gerissen.
  • Die Fruchtbase ist schon geplatzt aber Sie bekommen keine Wehen und Ihr Muttermund öffnet sich nicht.
  • Ablösung der Plazenta von der Gebärmutterwand

Die Kaisergeburt

In Grossbritannien Deutschland werden seit 2013 an ausgewählten Spitälern sogenannte Kaisergeburten durchgeführt. Das heisst: Kurz bevor der Arzt/die Ärztin das Baby aus dem Bauch zieht, wird der Vorhang, der den sterilen Bereich vom Kopf der Mutter und dem Vater abtrennt, weggenommen, sodass Sie zuschauen können, wenn das Baby aus dem Bauch gezogen wird. So ist es möglich, die Geburt quasi Auge in Auge mit dem Baby zu erleben.

Mehr dazu unter Die Kaisergeburt (natürlicher Kaiserschnitt)

Geschichte des Kaiserschnitts

Der Kaiserschnitt gehört wohl zu den ältesten chirurgischen Eingriffen der Medizingeschichte. Sein Name (lateinisch „sectio caesarea“ – „Schnitt des Kaisers“) geht auf Julius Caesar zurück.

Caesar soll als erster Mensch durch einen Kaiserschnitt zur Welt gekommen sein. Damit wurde er den Göttern fast gleichgestellt, da die alten Griechen davon ausgingen, dass auch die Götter „aus der „Hüfte“ der Mutter geboren wurden. Schliesslich war es schwer vorstellbar, dass Götter „zwischen Kot und Urin“ zur Welt kommen („inter feces et urinam“). Auch Buddha soll durch einen Kaiserschnitt geboren worden sein.

Der erste überlieferte Kaiserschnitt, bei dem Kind und Mutter überlebten, wurde in der Schweiz durchgeführt: Der Schweinekastrierer Jakob Nufer aus Siegershausen TG nähte um 1500 als erster die Gebärmutter seiner Frau nach einem Kaiserschnitt wieder zusammen.

Bis dahin sind fast alle Mütter nach einem Kaiserschnitt verblutet, weil man glaubte, die Gebärmutter wachse mit dem sich Zusammenziehen von alleine wieder zu.

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Quellen: