

Ihr Baby nach der Geburt: Die erste Stunde
Bei einer Problemgeburt
Hat es bei der Geburt Probleme gegeben und musste die Saugglocke oder Zange eingesetzt werden, wird Ihr Baby erst von einer Kinderärztin/einem Kinderarzt untersucht, bevor es in Ihre Arme kommt. Ihr Partner kann selbstverständlich bei dieser Untersuchung dabei sein.
Möglicherweise muss das Baby nach der Geburt während einer gewissen Zeit nachkontrolliert werden. Das geschieht aber alles in der Gebärabteilung, sodass es bei Ihnen bleiben kann.
Verlegung auf die Wochenbettabteilung
Lassen Sie sich Zeit. Bleiben Sie in der Gebärabteilung und ruhen sich erst einmal aus. Geniessen Sie das kleine Menschlein, das nun auf Ihrer Brust liegt und wahrscheinlich so ein bis zwei Stunden nach der Geburt den ersten, schwachen Versuch unternimmt, an Ihrer Brust zu trinken.
Sie können sich erfrischen, duschen, vielleicht möchten Sie und Ihr Partner auch etwas Leichtes essen. Sicherlich hat Ihre Hebamme auch nichts gegen ein Mini-Schlückchen Prosecco oder Champagner zum Anstossen auf den neuen Erdenbürger. Aber übertreiben Sie es nicht, wenn Sie Ihr Baby stillen möchten.
Nach rund zwei bis vier Stunden werden Sie dann mit Ihrem Kind in die Wochenbettabteilung verlegt. Treten jedoch auch vier Stunden nach der Geburt noch Probleme auf, muss Ihr Baby zur Überwachung in die Neonatologie.
Baden des Neugeborenen
Wurde früher gleich nach der Geburt das Neugeborene gebadet, so ist man heute in vielen Spitälern zurückhaltender mit dem ersten Bad. Wenn Sie es nicht ausdrücklich wünschen, so lässt man die Käseschmiere als natürlichen Schutz noch auf der Haut Ihres Babys.
Kindspech oder Mekonium
In den ersten zwei Tagen nach der Geburt scheidet Ihr Baby einen ganz besonderen Stuhl aus, das Kindspech oder Mekonium. Das ist eigentlich kein wirklicher Stuhl, sondern eine Ansammlung von allem, was sich im Fruchtwasser befunden hat.
Mehr dazu unter: Kindspech, Babys erster Stuhlgang: (Mekonium)
Abbruchblutung
Etwa zwischen dem 3. und 6. Lebenstag kann Ihr Baby, wenn es ein Mädchen ist, Genitalblutungen und Schleimabsonderung haben. Manchmal gehen richtige Pfröpfe weg. Das ist eine sogenannte Abbruchblutung, die durch den Entzug der mütterlichen Hormone (Östrogene) verursacht wird. Eine Behandlung ist nicht nötig.
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Quellen:
- Ola Andersson u.a., Effect of Delayed Cord Clamping on Neurodevelopment at 4 Years of Age, doi:10.1001/jamapediatrics.2015.0358, archpedi.jamanetwork.com (Abrufdatum 8.6.2015)
- Online Verzeichnis Wochenbettbetreuung, www.wochenbettbetreuung.ch (Abrufdatum 3.2013)
- Universitätsspital, Klink für Geburtshilfe, Ratgeber Geburt , 6.2012
- Wochenbettbetreuung online www.wochenbettbetreuung.ch (Abrufdatum 5.0213)
- Fotos: © 2013 Babywelten, GordonGrand - Fotolia.com, Kevin Rohr , Jügen Schaub






