12 Tipps gegen Schlafprobleme im 1. Trimester

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 3. Februar 2015

Viele Schwangere leiden unter Schlafstörungen. Hier finden Sie 12 Tipps die helfen, Schlafprobleme im ersten Trimester möglichst gut hinter sich zu bringen.

Sie können nicht schlafen, obwohl Sie todmüde sind? Damit sind Sie nicht alleine: Die meisten Schwangeren leiden unter Schlafstörungen – besonders im ersten und dritten Trimester.

Zu Beginn der Schwangerschaft werden Sie müde sein, weil Ihr Körper derzeit Höchstleistungen vollbringt. Vor allem die erhöhte Produktion des Hormons Progesteron macht Sie müde. Sie fühlen sich vielleicht wie ausgelaugt, als ob Sie krank werden.

Und obwohl Sie so müde sind, können Sie in der Nacht nicht schlafen. Sie fühlen sich vielleicht hellwach oder Sie finden keine bequeme Schlafposition und wälzen sich im Bett hin- und her. Wenn Sie gerne auf dem Bauch schlafen, tun nun vielleicht Ihre wachsenden Brüste weh. Dazu kommt der erhöhte Blasendruck: Sie werden öfters aufstehen und aufs WC gehen müssen.

12 Tipps gegen Schlafprobleme

Ganz wichtig: Wie schlecht auch immer Sie schlafen, lösen Sie Ihre Schlafprobleme nicht mit Medikamenten. Sie könnten damit Ihrem Baby schaden. Wenn Sie das Gefühl haben, gar nicht mehr schlafen zu können, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme.

Babywelten hat zudem ein paar Tipps zusammengestellt, die Ihnen helfen, Ihre Schlafprobleme im ersten Trimester möglichst gut hinter sich zu bringen:

  1. Gehen Sie regelmässig an die frische Luft. Machen Sie tagsüber - oder kurz vor dem Schlafengehen einen Spaziergang, das macht Sie müde und lässt Sie besser schlafen. Lüften Sie auch kurz vor dem Zubett gehen Ihr Schlafzimmer nochmals gut durch.
  2. Trinken Sie während des Tages viel aber gegen Abend eher weniger. So können Sie vermeiden, dass Sie zu oft in der Nacht auf das WC gehen müssen.
  3. Essen Sie am Abend keine schweren Mahlzeiten mehr, die Ihre Verdauung während der Nacht belasten könnten. Essen Sie spätestens rund zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen etwas leicht Verdauliches.
  4. Trinken Sie vor dem Ins-Bett-gehen eine warme Milch mit Honig. Das beruhigt. Meiden oder reduzieren Sie zumindest den Konsum von anregenden Getränken wie Kaffee, Cola und schwarzem Tee.
  5. Trinken Sie eine Tasse beruhigenden Kräutertee wie Baldrianwurzeln, Melisse, Johanniskraut, Orangenblüten, Passionsblume und Fenchel. Achtung: einige Teesorten sollen Sie während der Schwangerschaft meiden.
  6. Gönnen Sie sich vor dem Schlafengehen ein warmes Bad (38 Grad Celsius) für rund 10 Minuten. Geben Sie dazu ein wenig Melissen- oder Lavendelöl hinzu, das macht schläfrig. Auch ein Fussbad, dem Sie immer wärmes Wasser hinzugeben, kann helfen. Denn mit kalten Füssen lässt sich schlecht schlafen.
  7. Bitten Sie Ihren Partner um eine sanfte Massage. Entspannen Sie sich, während er Ihnen Rücken, Schultern oder Füsse mit einem beruhigenden Massageöl (Mandelöl mit etwas Lavendel oder Rose sowie einen Tropfen Römische Kamille). Natürlich helfen auch Zärtlichkeiten…
  8. Schaffen Sie sich eine angenehme Schlafumgebung: Dunkeln Sie die Fenster ab und legen Sie sanfte, leise Musik beim Einschlafen auf. Oder lesen Sie ein Buch bzw. lassen Sie sich von Ihrem Partner ein Buch vorlesen. Aber vermeiden Sie Aufregendes.
  9. Starten Sie ein Tagebuch an Ihr Baby: Schreiben Sie Ihre Gedanken in ein schönes Büchlein auf. Ihr Kind wird sie später einmal mit Freuden lesen und Sie können so den Tag, Ihre Freuden, Sorgen und Ängste verarbeiten.
  10. Wenn Sie Sorgen und Ängste plagen, sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Partner darüber. Oder besuchen Sie unsere Community, um sich mit anderen Babywelten-Members auszutauschen, denen es genau gleich geht wie Ihnen.
  11. Suchen Sie sich eine bequeme Schlafposition - zum Beispiel auf der Seite. Dabei strecken Sie das untere Bein aus und winkeln das obere leicht an. Gewöhnen Sie sich jetzt schon daran, auf der linken Seite zu schlafen. In dieser Position können Ihre Nieren besser arbeiten und so die „Abfallstoffe“, die Ihr Fötus ausscheidet, leichter abtransportieren. Damit vermindert sich auch das Anschwellen von Füssen und Händen. Aber auch Ihr Baby wird so besser mit Blut und Nährstoffen versorgt.
    Solange es Ihnen bequem ist, können Sie auch noch auf dem Bauch schlafen. Denn Ihr Baby ist in der Gebärmutter und der Fruchtblase gut geschützt.
  12. Umgeben Sie sich mit Kissen, um eine bequeme Schlafposition zu finden. Kaufen Sie sich vielleicht jetzt schon ein Stillkissen, das Sie zwischen Ihre Beine legen können (funktioniert aber auch mit einem normalen Kopfkissen). Damit bleiben die Bauchmuskeln entspannt und Sie haben weniger Druck auf Ihr Becken.
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Quellen:

  • Tomasina Stacey and others, Association between maternal sleep practices and risk of late stillbirth: a case-control study, BMJ 2011;342:d3403, www.bmj.com (Abrufdatum 5.2013)
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