Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 30. März 2013

Wenn sich der Gebärmutterhals verkürzt, besteht die Gefahr einer Muttermundschwäche (Zervixinsuffizienz). Babywelten erklärt, was dann getan werden kann.

Behandlung einer Muttermundschwäche

Wenn der Verdacht auf eine Muttermundschwäche besteht, kann eine so genannte Cerclage gelegt werden. Dabei wird Ihnen unter Vollnarkose oder einer Betäubung des Rückenmarks (Spinalanästhesie, Periduralanästhesie) ein Kunststoffband um den Gebärmutterhals gelegt. Es wird mit einer speziellen Nadel und einem festen Faden angenäht und dann wie ein Beutel zugezogen. Die Cerclage wird rund zwei Wochen vor der Geburt, oder bei der Geburt selbst entfernt.

Als Alternative dazu gibt es auch das Cerclage-Pessar, einen Gummiring, der über Ihren Muttermund gestülpt wird.

Wenn Sie schon mehrere Fehlgeburten hinter sich haben und an einer Muttermundschwäche leiden, wird Ihnen vielleicht auch der totale Verschluss des Muttermundes empfohlen. Dabei werden mit einer Naht die vordere und hintere Muttermund-Lippe aneinander festgenäht, sodass die Öffnung verschlossen ist.

Diese Eingriffe wird ab SSW 14 gemacht. Danach werden Sie angehalten, anstrengende Arbeiten zu vermeiden und möglichst viel Zeit liegend zu verbringen, um das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt weiter zu mindern.

Risiko einer Cerclage

Bei den Experten ist der Einsatz einer Cerclage umstritten. Zwar ist man sich ob des Nutzens klar, andererseits aber kann auch die Gefahr von vorzeitigen Wehen, Blutungen, Infektionen und einer Fehlgeburt erhöht werden. Deshalb wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt sie ihnen empfehlen, wenn das Risiko einer Fehl- oder Frühgeburt sehr gross ist.

Nicht auszuschliessen sind aber auch Beschädigungen oder ein Riss der Fruchtblase, was dann zu einer sofortigen Geburt führt. Je nachdem, wie weit fortgeschritten Ihre Schwangerschaft schon ist, wird es somit zu einer Fehl- oder Frühgeburt kommen.

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Quellen: