Coronavirus: Fragen rund um die Geburt?

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 19. Mai 2020

Wenn Sie positiv getestet sind und kurz vor der Geburt stehen, brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Babywelten erklärt, was bei einer Geburt mit Coronavirus zu beachten ist.

Auch in Zeiten von Coronavirus können Sie in dem von Ihnen gewählten Spital oder Geburtshaus gebären. Sollten Sie jedoch mit dem COVID-19-Virus infiziert sein, wird Ihnen die Geburt im Spital empfohlen, da sie hier optimaler versorgt werden können, sollten Komplikationen auftreten.

Vor dem Eintritt in den Spital

Natürlich herrschen derzeit in den Spitälern erhöhte Schutzmassnahmen, die auch Sie als Schwangere betreffen. Sicherlich werden Sie durch einen anderen Eingang als Corona-Patientinnen geführt und es wird Ihnen die Temperatur gemessen, bevor Sie eingelassen werden.

Möglicherweise haben Sie zuvor schon ein SMS oder einen Anruf des Spitals erhalten, wo geklärt wurde, ob Sie Corona-Virus-Symptome haben oder nicht. Möglicherweise werden gewisse Fragen auch per Videocall geklärt.

Wenn eine Frühgeburt droht

Haben Sie ein hohes Frühgeburtsrisiko werden Ihnen zwischen der SSW 24 und 34 Medikamente verabreicht, damit die Lunge Ihres Babys schneller reift.

Sollten Sie eine COVID-19-positive Patientin sein und bereits eine schwerer Pneumonie haben, wird Sie ein Facharzt für Infektiologie/Pneumologie und ein Facharzt für Neonatologie über eine mögliche Lungenreifung beraten.

Die Geburt

Natürlich wird die Geburt nicht mehr gleich wie vor Corona ablaufen. Das gesamte Spitalpersonal ebenso Ihr Partner wird Masken tragen, egal, ob Sie an Corona erkrankt sind oder nicht. Wenn Sie positiv gestetet sind,

Auch wenn Sie positiv auf COVID-19 getestet wurden, ist eine vaginale Geburt möglich. Denn die Erkrankung ist kein Grund, einen Kaiserschnitt zu machen - Ausnahme: Sie sind bereits sehr schwer erkrankt.

Wenn Sie vaginal gebären, so wird man vorgängig schon alles für eine Epiduralanästhesie («PDA») vorbereiten, um in einer Notfallsituation eine Narkose vermeiden zu können.

Natürlich werden Sie sich an den Anblick gewöhnen müssen, dass das Personal während der Geburt die ganze Zeit über im Schutzanzug und mit Atemmaske arbeitet. Auch Ihr Partner wird sich besonders schützen müssen. Denn man möchte unter allen Umständen vermeiden, dass Ihr Baby angesteckt wird.


Artikel teilen:

Quellen:

  • Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), Empfehlungen zum Coronavirus, 4.4.2020, www.sggg.ch (12.4.2020)
  • 1 Robert Koch Institut, FAQ zuz Corona, www.rki.de (abgerufen 22.3.2020)
  • 2 Em Ullins u.a., Coronavirus in pregnancy and delivery: rapid review, doi: 10.1002/uog.22014, www.sggg.ch (23.3.2020)
  • 4 Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG), Empfehlungen zum Coronavirus, 14.4.2020, www.sggg.ch (15.5.2020)
  • 5 David Baur u.a., COVID-19 in pregnant women, 17.3.2020, www.thelancet.com(20)30192-4/fulltext#back-bib2 (29.3.2020)
  • 6 Illnois.gov, Public Health Officials Announce the First Death of an Infant with Coronavirus Disease,www2.illinois.gov (30.3.2020)