Ringelröteln (Parvovirus B19)

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 4. April 2017

Ringelröteln (Erythema infectiosum) ist eine klassische Kinderkrankheit und verläuft meist harmlos. Während der Schwangerschaft sind allerdings Massnahmen angezeigt.

Ringelröten während der Schwangerschaft

Wenn Sie Ringelröten während der Schwangerschaft bekommen, kann Ihr Baby über die Plazenta angsteckt werden. Dies geschieht in 20% der Fälle. Als Mutter merken Sie vielleicht nicht einmal, dass Sie erkrankt sind. Sie haben grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schwellung der Lymphknoten und einen girlandenförmigen Ausschlag. Aber bei Ihrem Baby kann das zu Wassereinlagerungen in den Organen und zur Verzögerung der Bildung von roten Blutkörperchen kommen – bis zur Totgeburt. Vor allem bei einer Ansteckung in der Frühschwangerschaft kann es zu einer Fehlgeburt kommen.

Um die Entwicklung des Fötus genau verfolgen zu können und mögliche Komplikationen frühzeitig zu entdecken, wird Ihre Ärztin/Ihr Arzt in diesem Fall während rund zwei Monaten jede Woche eine Ultraschalluntersuchung durchführen. Auch kann Ihr Baby durch eine pränatale Diagnostik (Aminozentese oder Nabelschnurpunktierung) oder eine Blutuntersuchung ab der SSW 17 untersucht werden.

Derzeit gibt es weder eine Therapie noch eine Impfung. Leidet das ungeborene Kind unter Blutarmut, ist die einzige Möglichkeit, ihm bei der Geburt eine Bluttransfusion zu geben.

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