Zika-Virus

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 14. Mai 2016

Das an sich harmlose Zika-Virus kann möglicherweise zu schweren Schädelmissbildungen beim Ungeborenen führen.

Symptome beim Erwachsenen

Bei Erwachsenen verläuft die Infektion normalerweise harmlos und wird oftmals gar nicht bemerkt. Nur eine von fünf infizierten Personen entwickelt Symptome:

  • Hautausschlag
  • Fieber (Zikafieber)
  • Gelenkschmerzen
  • Bindehautentzündung
  • selten Muskel- und Kopfschmerzen
  • Erbrechen

Die Symptome klingen bereits nach wenigen Tagen, spätestens nach einer Woche, wieder ab.

Da die Zika Virus-Erkrankung sehr mild verläuft, braucht es keine spezielle Therapie. Viel Ruhe, viel trinken und evtl. ein Schmerz- bzw. fiebersenkendes Mittel helfen. Arzneimittel wie Paracetamol (Panadol, Dafalgan). Aspirin und nicht steroide Entzündungshemmer sollten nicht eingenommen werden.

Es gibt keinen Impfstoff gegen das Zika-Virus.

Schädigungen während der Schwangerschaft

Offenbar besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Missbildungsrate von Neugeboren (MIkroenzephalie) und dem Zika-Virus. Denn das Virus kann in die Plazenta gelangen und dort die Versorgung des Fötus stören.

Ausserdem hat das Zika-VIrus eine besondere Vorliebe für die Nervenzellen von ungeborenen Kindern. Die Gehirnentwicklung wird unterbrochen, es kommt zu Fehlbildungen und neurologischen Störungen.

Was ist Mikroenzephalie

Mikroenzephalie ist eine Entwicklungsstörung, bei der der Kopf sehr viel kleiner als üblich ist. Menschen mit einem so kleinen Kopfumfang sind geistig behindert.

Im Normalfall kommen 1.6 Babys von 1000 mit dieser Fehlbildung zur Welt. Doch seit dem Auftreten des Zika-Virus in Südamerika häufen sich die Meldungen von Neugeborenen mit zu kleinen Köpfchen.

Wie entsteht Mikroenzephalie?

Die Missbildung des Kopfes entsteht während der Schwangerschaft und kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden:

  • eine Infektion der Mutter, zum Beispiel durch Röteln, mit dem Cytomegalievirus oder dem Zika-Virus
  • Chromosomenbesonderheiten, z. B. Trisomie 14 oder Trisomie 21.
  • fetales Alkoholsyndrom
  • Fehlentwicklung des Gehirns (Dyszephalie) und/oder ein vorzeitiger Verschluss der Schädelnähte
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Quellen:

  • Auswärtiges Amt, Brasilien: Reise- und Sicherheitshinweise, www.auswaertiges-amt.de (Abrufdatum, 28.1.2016)
  • Martin Enserink: An obscure mosquito-borne disease goes global, Nov 2015: doi:10.1126/science.350.6264.1012, ttp://science.sciencemag.org/content/350/6264/1012 (28.1.2016)
  • Safe Trvel, Ausbreitung des Zika Virus und Risiken für Schwangere, www.safetravel.ch (28.1.2018)
  • WHO, Fact Sheet, Jan. 2016, www.who.int und who.int(13.5.2016)