Schwanger an der Fasnacht

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 20. Februar 2020
  • Geprüft von den Babywelten-Experten

Schwanger an die Fasnacht? Generell ist das kein Problem - allerdings sollten Sie ein paar grundsätzliche Tipps beherzigen, damit es auch Ihrem Baby an der Fasnacht Spass macht.

Für viele ist die fünfte Jahreszeit die schönste überhaupt und natürlich möchte da frau auch nicht auf den Jubel, Trubel und die Heiterkeit während der Schwangerschaft verzichten. Grundsätzlich können Sie auch als Schwangere sehr wohl an der Fasnacht teilnehmen, allerdings sollten Sie ein paar grundsätzliche Tipps beherzigen.

Konzerte und Guggemusig

schwanger fasnacht, fasching, morgestraichSpätestens ab SSW 22 kann Ihr Baby mithören, denn sein Gehör ist dann schon gut entwickelt. Das heisst, es nimmt das laute Brummen und Schrämmen von aussen war. Allerdings werden die Aussengeräusche durch das Fruchtwasser gedämpft und oftmals von den Tönen, die Ihr Körper macht eh übertönt: Das ist das Pulsieren des Blutes, sind die Geräusche der Verdauung und Ihre Stimme.

Nun hängt es natürlich von Ihrem Baby ab, ob es dieselben Vorlieben hat wie Sie: Wenn es das dumpfe Bassdröhnen nicht mag, wird es sich sicherlich melden und gegen die Gebärmutterwand schlagen und treten. Das ist dann das Zeichen für Sie, ein ruhigeres Örtchen aufzusuchen, damit Ihr Baby auch zur Ruhe kommen kann.

Wenn Sie jedoch ständig und über eine längere Zeit extrem starker Lärmbelastung von mehr als 90 dB (Dezibel) ausgesetzt sind, so kann das bei Ihrem Baby bereits zu einem angeborenen Hörverlust im Hochfrequenzbereich führen. Zudem steigt das Risiko einer Frühgeburt.

Keine Bedenken hingegen müssen Sie bei einem lauten Knall, zum Beispiel eine zuschlagende Tür, Feuerwerk oder einem Kanonenschuss haben. Ihr Baby wird zwar spüren, dass Sie erschrecken, aber es wird ihm nicht schaden.

So können Sie betreffend Lärm und Bässe auch schwanger beruhigt an ein Rockkonzert oder eben die Fasnacht gehen.

Umzüge, Tagwacht, Morgestraich, Krienbäse etc.

schwange, umzug, fasnachtsumzug, schwangerschafttürlich können Sie auch Umzügen, Monstercorso und der Tagwacht oder dem Morgestraich etc. beiwohnen. Allerdings sollten Sie unkontrollierte Menschenmengen möglichst meiden. Es besteht die Gefahr, dass Sie beim Schupsen und Stossen einen Stoss in den Bauch bekommen. Oder Sie könnten umfallen und den Bauch anschlagen.

In einem solchen Fall sollten Sie umgehend den Arzt aufsuchen, wenn die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist. Im Ultraschall kann festgestellt werden, ob die zwar sehr robuste Fruchtblase noch intakt ist und der Schlag oder Stoss ihrem Baby nicht geschadet hat.

Vor allem gegen Ende der Schwangerschaft können Schläge oder Stösse eine Frühgeburt auslösen.

Wenn Sie lange stehen oder möglicherweise sogar mit einer Guggenmusig mitlaufen möchten, ist es empfehlenswert, dass Sie Kompressionsstrümpfe tragen. Wobei übrigens laufen besser als stehen ist!


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Quellen:

  • Hirslandenklinik, Wie reagiert das Ungeborene auf Lärm und Geräusche? www.hirslanden.ch (Abrufdatum 29.12.2014)
  • Foto: © Ilya Glovatskiy - Fotolia.com