

Tipps gegen Schlafprobleme im 3. Trimester
Weitere Hindernisse beim Schlafen
Schuld an Ihren Schlafstörungen im letzten Trimester können weitere Schwangerschaftsbeschwerden sein wie:
Beinkrämpfe
Das ist ein Zeichen von viel Blut in den Beinen, weil die wachsende Gebärmutter auf die Blutadern drückt und unter Umständen den Blutfluss behindert.
Versuchen Sie, ein Kissen unter Ihre Unterschenkel zu schieben oder das Fussteil höher zu stellen, sodass das Blut leichter zurückfliessen kann. Gönnen Sie sich vor dem Schlafengehen eine wechselwarme Dusche. Wenn das alles nichts hilft, sprechen Sie darüber mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder der Hebamme. Manchmal kann Calcium oder Magnesium Abhilfe schaffen.
Verstopfte Nase/Schnarchen
Da bis zu 150 % mehr Blut durch Ihren Körper fliesst, sind die Nasenschleimhäute leicht erweitert. Das könnte dazu führen, dass Ihre Nase in der Nacht verstopft ist oder Sie gar zu schnarchen beginnen. Das ist ganz normal und wird nach der Geburt wieder verschwinden. Das Schnarchen schadet auch weder Ihnen noch Ihrem Baby – es stört höchstens Ihren Partner…
Sie können das Schnarchen etwas mildern, indem Sie einen Luftbefeuchter in Ihr Schlafzimmer stellen, damit die Luft nicht zu trocken wird. Auch ein Nasenspray mit Koch- oder Meersalz sowie salzhaltige Nasenöle können helfen. Stellen Sie zudem das Kopfteil Ihres Bettes hoch. Und nicht zuletzt können Sie es auch mit einem Nasenpflaster gegen das Schnarchen, das sie in Drogerien und Apotheken erhalten, versuchen.
Sodbrennen
Gegen Sodbrennen in der Nacht hilft es, wenn Sie Ihren Oberkörper höher lagern, sodass die Magensäure nicht zurück in die Speiseröhre fliessen kann. Verzichten Sie abends auch auf säure-stimulierende Lebensmittel. Den sauren Geschmack können Sie mit etwas Milch oder einem Pfefferminztee neutralisieren. Wenn das alles nichts hilft, sprechen Sie darüber mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder der Hebamme.
Manchmal kann Aluminium oder Magnesium Abhilfe schaffen.
Harndrang
Im letzten Drittel werden Sie das WC wieder öfters aufsuchen müssen – natürlich auch in der Nacht. Denn Ihre Baby und die grosse Gebärmutter drücken nun auf die Blase. Es ist kaum mehr Platz für Flüssigkeit, sodass sich die Blase ständig entleeren möchte. Versuchen Sie daher, tagsüber möglichst viel zu trinken und abends nur noch wenig Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
Wie auch immer: Versuchen Sie, die Schlaflosigkeit als gegeben hinzunehmen, wohlwissend, dass das alles mit der Geburt vorbei ist. Beziehungsweise im Falle dieser Schwangerschaftsbeschwerde nach der Geburt erst richtig beginnt: Dann werden Sie wohl noch weniger zum Schlafen kommen – aber aus anderen Gründen. Sehen Sie deshalb die jetzigen Schlafprobleme als kleines Training für die erste Zeit als Mami an...
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Quellen:
- 1 AEP Heaze u.a., NOv. 2017, Association between maternal sleep practices and late stillbirth – findings from a stillbirth case-control study, onlinelibrary.wiley.com (Abrufdatum 26.11.17)
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