So schadet Alkohol dem Baby

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 22. November 2017

Alkohol gilt aus häufigste Ursache für angeborene Behinderung von Babys. Babywelten erklärt, was durch das Gift mit ihrem Baby alles passieren kann.

Was immer Sie trinken - Ihr Baby trinkt mit!

In der Schweiz werden jährlich etwa 5000 Ungeborene durch übermässigen Alkoholkonsum dem Risiko einer Alkoholschädigung ausgesetzt. Das entspricht etwa 7,5 % der Lebendgeburten. Vor diesem Hintergrund sei gesagt: Da der Alkoholkonsum der Schwangeren als häufigste Ursache für eine angeborene Behinderung des Babys gilt, könnte mit dem Verzicht auf Alkohol während der Schwangerschaft der grösste Risikofaktor für eine Behinderung ausgeschalten werden.

So schadet Alkohol Ihrem Baby

Die Schädigungen beim Baby werden in verschiedene Kategorien eingeteilt:

Fetal Alcohol Spectrum Disorder (FASD)

baby mit FAS, alkohol baby, fetal alcohol sprectrum disorderDas ist der Überbegriff für alle Formen der Alkoholschädigungen bei Neugeborenen. In der Schweiz kommen jedes Jahr rund 750 bis 800 Kinder mit einer FASD-Schädigung zur Welt, das ist rund jedes 10. Baby.

FAS-Kinder sind als Jugendliche überdurchschnittlich häufig aggressiv oder depressiv, verstehen auch einfache Zusammenhänge nicht, leiden an ihrer fehlenden Bindungsfähigkeit und ihrer Aussenseiterrolle und überschreiten nicht selten die ihnen gesetzten Grenzen bis hin zu Gewalttätigkeit und Diebstahl.2

Als Erwachsene müssen sieben von 10 FAS-Kindern weiterhin betreunt werden und über 80 Prozent sind ohne eine dauerhafte Beschäftigung und ohne Berufsausübung.2

Fetale Alkoholeffekte (FAE)

FAE nennt man eine Teilschädigung vor allem im neurologischen Bereich. Das heisst: Die kognitiven und psychosozialen Fähigkeiten, das sind u.a. die Aufmerksamkeit, die Erinnerung, das Lernen, die Kreativität, das Planen sind beeinträchtigt. Das zeigt sich mit folgenden Symptomen:

  • Schwacher Saugreflex bei Neugeborenen
  • Schlafstörungen
  • verzögerte geistige Entwicklung
  • geringer Intelligenzquotient (IQ)
  • Aufmerksamkeits- und Gedächtnisprobleme
  • gestörte Feinmotorik
  • Hyperaktivität und Impulsivität
  • Sprech- und Hörstörungen

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Quellen:

  • 1 Evelyne Muggli u.a., Association Between Prenatal Alcohol Exposure and Craniofacial Shape of Children at 12 Months of Age, DOI: 10.1001/jamapediatrics.2017.0778, jamanetwork.com (Abrufadtum 7.6.17)
  • 2 FASD-Zentrum Berlin, www.fas-spohr.de
  • Foto: Anton Petrus by fotolia.com