Risikoschwangerschaft

  • Autor: Redaktion Babywelten
  • Veröffentlicht am 11. April 2014

Wenn Sie eine Risikoschwangerschaft haben, werden engmaschiger kontrolliert, damit Ihnen und Ihrem Baby nicht passiert.

Keine Sorge: Wenn man Ihnen sagt, dass Sie eine Risiko-Patientin sind oder eine Risikoschwangerschaft haben, heisst das noch lange nicht, dass Sie mehr Probleme als andere haben werden. Die meisten Risikoschwangerschaften laufen ganz normal und Ihrem Baby wird es gut gehen.

Der grosse Unterschied aber ist, dass Sie vielleicht häufiger zum Arzt müssen. Denn – wie der Begriff Risiko andeutet – ist bei einer Risiko-Schwangerschaften einfach das Risiko für Komplikationen grösser als bei anderen. Aber dank einer engmaschigen Betreuung und dem eventuellen Beizug von Spezialisten wird eine Risikoschwangerschaft kaum anders als eine normale Schwangerschaft ablaufen.

Gelten Sie als Risikopatientin und sind bei einer Hebamme in Betreuung, so wird diese einen Arzt, mit dem sie zusammenarbeitet, beiziehen. Vor allem wenn es Zeichen von Komplikationen gibt, kann die Hebamme nur noch nach ärztlicher Anordnung betreuen.

Risikoschwangere werden oftmals durch verschiedene medizinische Fachleute betreut wie Diabetologen, Ernährungsberaterin, Rheumatologen, Neurologen, Psychiater, Hautärzten, Humangenetiker usw.

Wer gehört zur Gruppe der Risikoschwangeren?

Zu den Risikopatientinnen gehören Sie ganz automatisch, wenn Sie:

  • über 35 Jahre alt sind, weil Sie ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt haben. Zudem wächst das Risiko für Chromosomenanomalien mit dem Alter.
  • unter 18 Jahre alt sind, da Sie vermehrt unter schwangerschaftsbedingtem Bluthochdruck und Durchblutungsstörungen der Gebärmutter leiden könnten. Zudem ist das Risiko einer Frühgeburt bei jungen Frauen höher als bei älteren.
  • Zwillinge oder Drillinge erwarten.
  • bereits einmal eine Fehlgeburt hatten, damit einer weiteren Fehlgeburt vorgebeut werden kann.
  • an einer Erbkrankheit leiden (Herz-, Nieren- oder Kreislauferkrankungen, Diabetes). Diese erhöhen das Risiko von Komplikationen während der Schwangerschaft und bei der Geburt. Hat die Mutter beispielsweise einen Herzfehler, liegt eine Schilddrüsenerkrankung vor oder leidet diese an Bluthochdruck, so sollte dies bereits vor einer geplanten Schwangerschaft gemeinsam mit dem Gynäkologen und einem Internisten besprochen werden, um ein individuell abgestimmtes Behandlungskonzept für die Zeit vor und während der Schwangerschaft festzulegen.
  • einer chronischen Erkrankung wie Hepatitis C etc. leiden . Hier muss vermieden werden, dass sich die Krankheit auf Ihr Baby überträgt.
  • regelmässig Medikamente nehmen, die eventuell die Gesundheit Ihres Babys gefährden. Hier muss beispielsweise abgeklärt werden, ob es eine Alternative gibt.
  • Drogen nehmen.
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Quellen:

  • Bujold E, Roberge S, Lacasse Y, Bureau M, Audibert F, Marcoux S, Forest JC, Giguère Y Prevention of preeclampsia and intrauterine growth restriction with aspirin started in early pregnancy: a meta-analysis. Obstet Gynecol. 2010 Aug;116(2 Pt 1):402–14
  • Cleary-Goldman J, Malone FD, Vidaver J, Ball RH, Nyberg DA, Comstock CH, Saade GR, Eddleman KA, Klugman S, Dugoff L, Timor-Tritsch IE, Craigo SD, Carr SR, Wolfe HM, Bianchi DW, D‘Alton M; FASTER Consortium. Impact of maternal age on obstetric outcome. Obstet Gynecol. 2005 May;105(5 Pt 1):983–90
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  • Dr. med. Nina Lettner, Risiken Spätgebärender über 45 Jahre, medinfo.tellmed.ch (Abrufdatum 9.2013)
  • Foto: Art Familiy by fotolia.com